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Neuigkeiten | 8. Konferenz der Global Geoparks der UNESCO: „Es ist an der Zeit zu handeln”

balcone-panoramico-inaugurazione Das UNESCO-Welterbe
19 September 2018

„Wir sind hier, um über Klimawandel, Erderwärmung, Aufwertung des geologischen Erbes und Umwelterziehung zu diskutieren. Es ist an der Zeit zu handeln, und das höchste Anliegen der Geoparks ist die Aufwertung unseres geologischen Erbes und unseres Naturerbes, um das Bewusstsein der Bevölkerung dafür zu stärken und gute Praktiken zur Erhaltung unserer Naturgüter zu fördern“, resümiert der Präsident des Naturparks Adamello-Brenta Geoparks Joseph Masè vor den 850 Delegierten aus 64 Nationen aller Kontinente, die zur 8. Konferenz der Global Geoparks der UNESCO eingeladen wurden, die vom 11. bis zum 14. September in Madonna di Campiglio (TN) stattgefunden hat.

Delegierte aus der ganzen Welt, aus China, Kanada, Indonesien, Finnland, aber mit einem einzigen Ziel: die Aufwertung des geologischen Erbes und dessen nachhaltige wirtschaftliche Nutzung als Chance für die lokale Bevölkerung, mit anderen Worten die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen der Erhaltung des geologischen Erbes und dessen nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung. „Dazu bedarf es keiner großen Bauwerke, es genügt, die natürlichen und kulturellen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, ohne zu zerstören, was uns die Natur übergeben hat“, so der Rat des Präsidenten des Global Geoparks Network Nickolas Zouros.

Weltweit existieren 140 Geoparks: 72 in Europa, davon allein 10 in Italien, 59 im asiatisch-pazifischen Raum, 4 in Südamerika und im karibischen Raum, 3 in Kanada und 2 in Afrika (in Marokko und Tansania).

Die Konferenz zeichnete sich durch ein vielfältiges Angebot von mehr als 300 wissenschaftlichen Veranstaltungen und Workshops aus. Unterstützt wurden der Meinungsaustausch und die Diskussion unter den Konferenzteilnehmern auch durch die 29 Informationsstände, darunter auch ein Stand der Stiftung Dolomiten UNESCO, auf dem Messeareal „Geofair“.

EIN NATURERBE IM NATURERBE

Der Naturpark Adamello-Brenta wurde schon 2008 zum Geopark erklärt und 2015 in das europäische und weltweite Netzwerk der Geoparks aufgenommen. Warum?

„In erster Linie aufgrund seiner hohen Geodiversität”, erklärt die Geologin Vajolet Masè, „so sind die Brenta-Dolomiten vor allem von Sedimentgesteinen geprägt, während die Adamello-Presanella-Gruppe hauptsächlich aus Intrusivgesteinen besteht. Im Rendena-Tal finden wir vulkanisches Gestein, und es häufen sich zudem metamorphische Gesteine. Somit ist der Naturpark ein regelrechtes geologisches Freilandlabor, in dem alle vier Gesteinsarten vorkommen.“ Neben einer sehr hohen Artenvielfalt weist der Naturpark somit auch eine sehr hohe geologische Vielfalt auf, ist also quasi ein Naturerbe im Naturerbe, da die Brenta-Dolomiten ja auch zu den neun 2009 von der UNESCO anerkannten Teilgebieten der Dolomiten gehören, die zusammen das Welterbe Dolomiten UNESCO bilden.

DIE NEUE AUSSICHTSPLATTFORM

Natürlich leistete auch die Stiftung Dolomiten UNESCO ihren Beitrag zur Konferenz, ganz im Sinne der verschiedenen Anerkennungen durch die UNESCO. So wurde am Eröffnungstag der Konferenz auch eine der Info- und Aussichtsplattformen eröffnet, die von den verschiedenen Provinzen unter Berücksichtigung der von der Stiftung entworfenen Kommunikationsstandards realisiert wurden. Die Autonome Provinz Trient und der Naturpark Adamello Brenta Geopark haben sich entschlossen, die Plattform auf der Malga Ritort aufzustellen: „Diese Aussichtsplattformen werden in schon besiedelten Gebieten aufgestellt“, erklärt die Direktorin der Stiftung Dolomiten UNESCO Marcella Morandini, „sie dienen einerseits der Bewusstseinsstärkung der Besucher, sollen aber auch die Vielfalt des Welterbes Dolomiten hervorheben, das sich über fünf Provinzen und drei Regionen erstreckt. Bis zum Frühjahr 2019 wird die Zahl der Aussichtsplattformen im gesamten zum Welterbe der UNESCO gehörenden Dolomitenraum auf sieben gestiegen sein: auch so kann man die Einzigartigkeit dieses Gebirges hervorheben, für dessen aktive Erhaltung wir uns alle verantwortlich fühlen müssen.“

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