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Gründungsmitglieder

Funktionelle Netzwerke | Landschaftliches Erbe und Schutzgebiete

 

Die Landschaft ist kein Bergwerk, das man ohne Ende ausbeuten kann, sondern ein Gemeingut, (…) es ist natürliches Kapital”
Salvatore Settis                   

“Die Natur beherrscht nur, wer sich ihr unterwirft”
Francis Bacon
    

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Eine Landschaft ist das Ergebnis vieler Faktoren, nicht zuletzt aus dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur. Landschaft besteht aus dem, was offensichtlich ist, aber auch aus dem, was einem verborgen bleibt. Sie erweckt in ihrem Betrachter Gefühle und Emotionen, die ein Teil der Landschaft werden. Die Landschaftselemente werden so Teil des menschlichen Bewusstseins, stiften Identität und erwecken Zuneigung. Vom Anblick der Dolomitenlandschaft inspiriert, haben viele Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler wichtige Beiträge zur kulturellen Entwicklung geleistet. Die Beziehung zwischen Natur und Mensch führt zu Erfahrung. Wir wären nicht das, was wir heute sind, wenn wir die Orte, die wir im Laufe unseres Lebens besucht haben, nicht gesehen hätten. Die Anwesenheit der Menschen, von der modernen Zeit zu einem schädlichen Lebensstil getrieben, setzt das sensible Gleichgewicht der Natur großen Gefahren aus. 

In den Dolomiten gibt es zahlreiche Schutzgebiete. Zu den wichtigsten zählen neben den National -, Regional – und Naturparks auch die “Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung” (GGB) und  die “besonderen Schutzgebiete” (BSG). Die Schutzgebiete der Dolomiten haben schon seit jeher das Interesse der UNESCO geweckt und nicht umsonst decken sich die Grenzen der UNESCO-Systeme fast zur Gänze mit den Grenzen der Schutzgebiete. Die Herausforderung für die Schutzgebiete der Dolomiten besteht darin, unterschiedliche Erfahrungen und Verwaltungsmodelle aufeinander abzustimmen und vor dem Hintergrund der Gesetze und Vorschriften zu entscheiden, welche Verwaltungsprozeduren und Projekte gemeinsam genutzt werden können. In den UNESCO-Dolomiten sollten Umweltauflagen nicht als Einschränkung, sondern als Chance betrachtet werden.

Dolomiti Project

 

Im Netzwerk arbeiten Fachleute aller fünf Provinzen und zwei Regionen der Dolomiten; die Arbeitsgruppe wird vom Amt für die Entwicklung der Bergregionen und von dem UNESCO-Dolomiten-Büro der Provinz Pordenone koordiniert.

Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe treffen sich regelmäßig, um – immer im Einklang mit den Richtlinien der Stiftung – gemeinsame Maßnahmen zur Verwaltung des Welterbes abzusprechen und um über diese abzustimmen, Sachmaterialien über das Welterbe zu erstellen, um Gedanken und Meinungen auszutauschen, um Vorschläge für Projekte zu begutachten und um neue Initiativen vorzuschlagen.

Das Netzwerk des landschaftlichen Erbes und der Schutzgebiete hat sich in der ersten Phase seiner Existenz mit der Ausarbeitung grundlegender Prinzipien für das Management des landschaftliche Erbes beschäftigt, also einige Richtlinien für die Vereinheitlichung der Landschaftsschutzpolitik in den verschiedenen Teilregionen der Welterbestätten erstellt. Der Auftrag wurde der Universität Udine übergeben.

Die Dolomiten sind auch von einem umweltschutzpolitischen Gesichtspunkt her sehr komplex: einige Provinzen besitzen Gesetzgebungsbefugnis, andere nicht, und dementsprechend vielfältig und verschieden sind auch die Unterschutzstellungen. Fast die gesamte Fläche der neun UNESCO-Systeme (ungefähr 95%) wird von Nationalparks, regionalen und provinzeigenen Naturparks, Naturdenkmälern, Lebensräumen gemeinschaftlichen Interesses und besonderen Schutzgebieten eingenommen.

Natur und Nationalparks im UNESCO-Welterbe:

Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi
Parco Naturale Dolomiti Ampezzane
Parco Naturale Dolomiti Friulane
Naturpark Fanes-Sennes-Prags
Naturpark Puez-Geisler
Naturpark Schlern-Rosengarten
Naturpark Drei Zinnen
Parco Naturale di Paneveggio Pale di San Martino
Parco Naturale Adamello Brenta
Naturdenkmal Bletterbach

Das Netzwerkdes landschaftlichen Erbes und der Schutzgebiete hat die Beraterfirma VenetoProgetti mit einer Voruntersuchung zur Ausarbeitung der notwendigen Mittel zur Übernahme und Umsetzung gemeinsamer Protokolle zur Verwaltung der UNESCO-Territorien beauftragt.

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Koordinator: 

Pierpaolo Zanchetta – Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia

Netzwerkmitglieder: 

Stefano Vendrami – Provincia di Belluno

Renato Sascor – Provincia Autonoma di Bolzano

Enrico Brutti –  Provincia Autonoma di Bolzano

Elisabeth Berger – Provincia Autonoma di Bolzano

Maria Margarteth Pallhuber – Provincia Autonoma di Bolzano

Claudio Ferrari – Provincia Autonoma di Trento

Alberto Cipriani – Provincia Autonoma di Trento

Mauro Giovanni Viti – Regione del Veneto

Erica Zangrando – Regione del Veneto

Franco Alberti – Regione del Veneto

Laura Peruch – Regione del Veneto

Gianluca Salogni – Regione del Veneto

Alberto Miotto – Regione del Veneto

Francesco Dainese – Regione Friuli Venezia Giulia

Irene Ortolan – Regione Friuli Venezia Giulia

Cesare Micheletti – Consulente Scientifico Fondazione Dolomiti UNESCO

Cesare Lasen – Comitato Scientifico Fondazione Dolomiti UNESCO

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