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Die Stiftung Dolomiten UNESCO

Die Stiftung Dolomiti – Dolomiten – Dolomites – Dolomitis UNESCO wurde 2010 von fünf Provinzen (Belluno, Bozen, Pordenone, Trient, Udine) und zwei Regionen (Friaul-Julisch Venetien und Veneto) gegründet, um eine effiziente und koordinierte Verwaltung des Dolomiten-Welterbes zu gewährleisten.

Am 26. Juni 2009 hat die UNESCO die Dolomiten aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit sowie ihrer geologischen und geomorphologischen Bedeutung in die Liste der Welterbestätten der Menschheit aufgenommen.

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Das Dolomiten-Welterbe ist jedoch nicht eine zusammenhängende Gebirgsformation, sondern setzt sich aus neun verschiedenen Gebirgssystemen zusammen, die voneinander durch Täler, Flüsse und andere Berge getrennt sind. Die 142.000 ha des UNESCO-Welterbes sind ähnlich wie ein Archipel über das ganze, noch viel größere Territorium der Dolomiten verteilt und gehören verwaltungspolitisch gesehen zu fünf verschiedenen Provinzen, die sehr große Unterschiede sowohl in Hinblick auf ihre Rechts- als auch auf ihre Verwaltungsordnung aufweisen.

Am 13. Mai 2010 erfüllten die Provinzen und Regionen der Welterbestätte eine wichtige Auflage der UNESCO und gründeten die Stiftung Dolomiti – Dolomiten – Dolomites – Dolomitis UNESCO.

Die Stiftung ist der erste Ansprechpartner für die UNESCO und das italienische Ministerium für Umwelt, Landschafts- und Meeresschutz; ihre wichtigste Aufgabe ist die Förderung der Zusammenarbeit und der Kommunikation zwischen den Gebietskörperschaften, die – jede im Rahmen ihrer eigenen Verwaltungsordnung – das Territorium des UNESCO-Welterbes verwalten. Die Verwaltungs- und Managementbefugnisse verbleiben natürlich weiterhin bei den Provinzen und Regionen, wie von den geltenden gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen, während die Stiftung vor allem bei der Koordinierung der Managementstrategien, die für eine gemeinsame, gut unter den verschiedenen Körperschaften abgestimmte Führung des Welterbegutes unerlässlich sind, eine grundlegende Rolle spielt.

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Die Stiftung sieht sich auch einer kulturelle Herausforderung gegenübergestellt: die Komplexität des Dolomiten-Welterbes – verschiedene Sprachen, kulturelle Unterschiede, unterschiedliche Verwaltungskonzepte – sucht ihresgleichen unter allen anderen UNESCO-Welterbestätten; die Stiftung stellt somit eine Neuheit dar und wurde eigens geschaffen, um die nachhaltige Entwicklung eines Territoriums zu fördern, das auch von einem historischen Standpunkt aus wenige Gemeinsamkeiten aufweist.

Alle sechs Jahre überprüfen Experten des IUCN (International Union for Conservation of Nature) im Auftrag des UNESCO-Welterbezentrums den Erhaltungszustand und die Managementmaßnahmen des Welterbes. Der Zweck dieser Begutachtungen vor Ort ist die Überprüfung des Standes der Umsetzung der Objektive, deren Realisierung die Stiftung in ihrem Programm festgelegt hat. Bis 2016 muss die Stiftung eine Gesamtstrategie für das Management des Dolomiten-Welterbes ausgearbeitet haben, deren zentrales Anliegen die Erhaltung der universellen Werte des UNESCO-Welterbes ist: Erhaltung, Kommunikation und Wertschöpfung des Gutes.

Die Gesamtstrategie beruht auf dem Prinzip des „Netzwerkmanagements“. Zur Umsetzung der strategischen Ziele wurde ein System funktioneller Netzwerke erstellt, die sich mit den folgenden Themen befassen: geologisches und geomorphologisches Erbe, landschaftliches Erbe, Naturparke und Schutzgebiete, Förderung des nachhaltigen Tourismus, sozioökonomische Entwicklung, Mobilität, Bildung und wissenschaftliche Forschung.

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Diese Netzwerke sind Partnernetzwerke mit dem Ziel, die Kenntnisse aller Beteiligten auf einen gemeinsamen Stand zu bringen, einen ständigen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten und gemeinsame, den Kompetenzbefugnissen und der Verwaltungspraxis des jeweiligen Gebietes entsprechende Managementrichtlinien auszuarbeiten.

Jede Maßnahme, die der Erhaltung, der Kommunikation und der Wertschöpfung des Gutes dient und somit Teil der Gesamtmanagementstrategie ist, wird im Rahmen dieser Netzwerkplanung erstellt, wodurch die Beteiligung und Einbeziehung aller Verantwortungsträger in das direkte und indirekte Management des Gutes gewährleistet wird.

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Verwaltungssitz Cortina d’Ampezzo
Comun Vecio
Corso Italia, 77
32043 Cortina d’Ampezzo (BL)

Rechtssitz Belluno
Palazzo Piloni
Via Sant’Andrea, 5
32100 Belluno

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