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Aktivitäten | „Die Dolomiten. Berge – Menschen – Geschichten“: jetzt im Kiosk

Projekt
6 Juli 2017

 

„Die Dolomiten. Berge – Menschen – Geschichten“: ab 23. Juni gibt es alle 6 Folgen der Dokumentation auch am Zeitungskiosk

 

Sie finden die DVDs jede Woche zum Preis von 8,50 € als Beilage der folgenden Zeitungen: Corriere delle Alpi, la Tribuna di Treviso, la Nuova di Venezia e Mestre und il Mattino di Padova. Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Vertrieb auch auf Friaul-Julisch Venetien und Trentino Südtirol ausgedehnt.

2013 drehte der Journalist Piero Badaloni im Auftrag der Stiftung Dolomiten UNESCO die sechsteilige Dokumentarfilmreihe “Die Dolomiten. Berge – Menschen – Geschichten“, um die Dolomiten als Ganzes und über ihre Gebietsgrenzen hinaus einem breiten Publikum bekannt zu machen. Die Doku ist ein sechsteiliger Reisebericht über die atemberaubenden Landschaften der Bleichen Berge, ihre außergewöhnliche Bedeutung für die Erdgeschichte und die Geschichten der Frauen und Männer, die mit ihrer harten Arbeit jahrhundertelang die Landschaft der Dolomiten, ihre Bewirtschaftung und Kultur gezeichnet haben. Der Dokumentarfilm wurde von Piero Badaloni in Zusammenarbeit mit Fausta Slanzi gedreht, Fotografie und Filmschnitt stammen von Nicola Berti.

 

“La nascita di un arcipelago (Die Geburt eines Archipels)”

Die Geschichte der Entstehung der “Bleichen Berge” beginnt vor 280 Millionen Jahren und ist von Vulkanausbrüchen, Massensterben, der Entstehung und dem Vergehen von Meeren, Atollen und Regenwäldern und langen Eiszeiten gezeichnet. “La nascita di un arcipelago (Die Geburt eines Archipels)” ist die erste Folge der Doku-Reihe von Piero Badaloni und beschäftigt sich mit leidenschaftlichen Mineraliensammlern, Mordfällen, die seit Jahrtausenden ungelöst sind, Überresten von Frühmenschen und längst ausgestorbenen Reptilien. Die Geschichte der Dolomiten ist voller Kontraste, die sich auch heute noch in der Landschaft mit ihren bleichen Zinnen und bewaldeten Hängen widerspiegeln, die weltweit ihresgleichen suchen. Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Gebirges geht auch heute weiter: die Umrisse der Gipfel verändern sich aufgrund der Felsstürze und der Erosion, die Gletscher schwinden, Regenwasser und Bäche untergraben weiterhin die Fundamente der Berge.

 

“Dall’esplorazione alla conquista (Von der Erschließung zur Eroberung)”

Die ersten Erschließer der Dolomiten sind Geologen und Biologen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der grandiosen Schönheit des heutigen Weltnaturerbes geblendet werden. Nach den Wissenschaftlern kommen, angezogen von den Reiseerzählungen der Engländer, die Bergsteiger. Die Folge “Dall’esplorazione alla conquista (von der Erschließung zur Eroberung)” handelt von der großen Sehnsucht vieler Bergsteiger nach den Gipfeln der Dolomiten. Engländer, Deutsche, Österreicher und Italiener kämpfen um die Erstbesteigung der Dolomitengipfel, während die einheimischen Talbewohner weiterhin ein karges Leben führen und dem Berg jeden Tag aufs Neue das Allernotwendigste zum Überleben abringen müssen. Die Gipfelbesteigung ist etwas ganz Neues. Früher mied die Bevölkerung das Hochgebirge, und nur einige Gamsjäger stiegen manchmal so weit hinauf, ohne dass diese Erstbesteigungen jedoch irgendwo vermerkt worden wären. Die gute Ortskenntnis der Einheimischen erweist sich jedoch sehr bald als eine einzigartige Gelegenheit, um der Armut zu entfliehen: vor allem Jäger stellten die ersten Bergführer, und im Laufe der Jahrzehnte wurde der Alpinismus sowohl für die Touristen als auch für die Einheimischen zu einer großen Leidenschaft.

 

“Il fascino del sublime (Die Faszination des Außergewöhnlichen)” –

Die im 19. Jahrhundert plötzlich aufkeimende Leidenschaft für die Dolomiten ist kein Zufall: die “Bleichen Berge” waren für Deutsche und Engländer die Verkörperung der romantischen Ideale, die den damaligen Zeitgeist prägten. Ihre Schönheit wühlt auf, beunruhigt: “Il fascino del sublime (Die Faszination des Außergewöhnlichen)” ist ein Exkurs in die Künste, für die die Dolomiten eine wichtige Inspirationsquelle waren. So sieht man im Gemälde von Tizian “Darstellung Mariens im Tempel” wahrscheinlich die Marmarole im Hintergrund; ebenso von den Dolomiten inspiriert sind der Michelangelo del legno (der hölzerne Michelangelo), die Spielsachen aus dem Grödner Tal, San Michele in Kalifornien, das Waldhäuschen, in dem Gustav Mahler seine Werke komponierte, das Cortina der Intellektuellen, das Kino, die Fotografie…

“L’ambiente naturale e la sua tutela (Die natürliche Umwelt und ihre Erhaltung)”

Die Dolomiten zeichnen sich durch eine floristische und faunistische Vielfalt aus, die ihresgleichen sucht; hier wachsen 2400 Pflanzenarten, hier leben der Braunbär und das Edelweiß. Diese außergewöhnliche Artenvielfalt der Dolomitenregion wird durch 9 Natur- und Nationalparks und die Jahrhunderte zurückliegende Institution des Gemeinschaftsbesitzes, die sogenannten „Regole“ bewahrt. Die Einrichtung der “Regole” ist eine uralte Form der gemeinschaftlichen Verwaltung und Nutzung der natürlichen Ressourcen – die im Gebirge noch begrenzter sind als anderswo –, die bis in unsere Tage erhalten geblieben ist. Die Wälder, die Weiden, das Wild und das Wasser sind seit jeher Ressourcen, die die Dolomitenvölker sparsam und mit Bedacht verwalten und nutzen mussten: die Tragödie des Vajont-Staudammes ist ein sehr anschauliches Beispiel dafür, was eintreten kann, wenn der Mensch den Berg nicht respektiert. In der Folge “L’ambiente naturale e la sua tutela (die natürliche Umwelt und ihre Erhaltung)” wird über diese und weitere Themen berichtet, so auch über die Rückkehr vieler jungen Leute zur Landwirtschaft, über die Geigen von Stradivari, über Bergseen und Auerhähne, aber auch über den Einsatz der UNESCO-Stiftung Dolomiten für die Erhaltung eines Welterbes, das Eigentum der gesamten Menschheit ist.

 

“Gli abitanti dell‘arcipelago (Die Bewohner des Archipels)”

Die Folge “Gli abitanti dell‘arcipelago (Die Bewohner des Archipels)” ist all jenen gewidmet, die trotz eines manchmal nicht sehr einfachen Lebens in den Dolomiten leben. In dieser Folge wird über Ladinien berichtet, ein Land, das zwar auf keiner Landkarte existiert, aber seit jeher die Heimat der meisten Menschen ist, die in der Region der “Bleichen Berge” leben, dort heiraten, Kinder bekommen, arbeiten und feiern, eben ein Leben am Berg führen, mit Berichten über den Fasching und Holzmasken, über eine zähe Sprache und Kultur, die mit den Jahren nur noch selbstbewusster wird, über Wohngebäude, die vor Kälte und Einsamkeit schützen, über überzeugte Religiosität und schreckliche Hexenjagden. Die Dolomitenlandschaft ist das Ergebnis des Zusammenspiels der Menschen und der Natur im Verlauf eines jahrhundertlangen Überlebenskampfes im Hochgebirge. Legenden, Sagen und Aberglauben, Auswanderung und Handwerk: die Geschichte der „Bleichen Berge” wurde in erster Linie von Menschen gemacht.

 

“Dal passato al futuro (Von der Vergangenheit in die Zukunft)”

Die letzte Folge der Doku-Reihe “Dal passato al futuro (von der Vergangenheit in die Zukunft)” behandelt schließlich jene Ereignisse, die in den letzten 100 Jahren zu einem Wandel in der Beziehung zwischen den Bergen und ihren Bewohnern geführt haben. Das 20. Jahrhundert hat auch in den Dolomiten tiefe Spuren hinterlassen: die blutigen Ereignisse des Ersten Weltkrieges, die Geburt des Massentourismus, die ersten Automobile, die olympischen Winterspiele von 1956, das Aufkommen des Schisports, der Radsport und der Giro d’Italia, die durch den Verkehr ausgelösten Probleme … Trotz der vielen Veränderungen bewahren die Bewohner der Dolomiten ihre Identität und die starke Bindung an ihre Heimat: für die Bewohner der Dolomiten sind ihre Berge weiterhin eine Seelenlandschaft.

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