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Aktivitäten | Das Netzwerk der Hersteller von Qualitätsprodukten

agriturismo-dalaip-dei-pape-dolomiti-unesco_2 Projekt
25 Juli 2018

70 Bauern und Nahrungsmittelhersteller, 32 Interviews, 7 über das ganze Territorium verteilte Treffen. Die Ergebnisse des von der Stiftung Dolomiten UNESCO geförderten Projekts für die Vernetzung der Nahrungsmittelerzeuger und Bauern, die schon von den Naturparks im Welterbe der Dolomiten UNESCO Lob, Anerkennungen und Zertifizierungen erhalten haben, können sich durchaus sehen lassen.

Was wird mit dem Projekt bezweckt?

Dazu befragen wir die Projektverantwortliche Frau Arch. Irma Visalli

“Unser Ziel ist der Aufbau einer Diskussionsplattform, die sich schon in ihren Anfängen als sehr interessant erweist. Nahrungsmittelerzeuger aus verschiedenen Provinzen und Regionen tauschen sich darin aus und entwickeln sowohl Strategien für die Erschließung neuer Möglichkeiten als auch Lösungsansätze für gemeinsame Probleme. Natürlich kann die Stiftung nicht die Lösung praktischer Probleme wie zum Beispiel den bürokratischen Aufwand übernehmen, unter dem vor allem die kleinen Betriebe leiden, sie kann aber zum Sprachrohr und zur Diskussionsplattform werden, um diese Probleme anzugehen. Unser erstes Ziel war von Beginn an die Stärkung des Bewusstseins aller Akteure, in einem Welterbe zu leben und zu arbeiten. Dieses erste Ziel haben wir anscheinend erreicht. Unser zweitwichtigstes Anliegen ist es, die Zusammenarbeit und nicht den Konkurrenzgeist zwischen Nahrungsmittelerzeugern und Bauern zu fördern, indem wir Brücken bauen, den Austausch von Informationen und guten Praktiken zwischen den Beteiligten fördern und die Besonderheiten und nicht die Gleichmachung aufwerten.“

Diskussion und Gedankenaustausch, aber auch Förderung

Neben Treffen und Interviews werden nun auch konkrete Veranstaltungen durchgeführt: im Rahmen des den Dolomiten UNESCO gewidmeten Adventure Outdoor Fests in Innichen stellte der Chefkoch Markus Holzer seine Kreationen mit Produkten der Dolomiten vor.

Eine weitere wertvolle Gelegenheit zur Aufwertung der Produkte und der Nahrungsmittelhersteller der Dolomiten ist die Veranstaltungsreihe “Incontri d’Alt(r)a quota”, die von der Stiftung Dolomiten UNESCO in Zusammenarbeit mit den Schutzhüttenbetreibern organisiert wird; wir wollen vor allem auf die folgenden Veranstaltungen hinweisen, von denen eine schon am 4. Juli auf der Schutzhütte Dal Piaz stattgefunden hat, während die zweite für den 25. August auf der Schutzhütte Berti angesagt ist. An beiden Veranstaltungen nimmt auch der Sternechef Alessandro Gilmozzi teil (siehe eigene Mitteilung).

Auf den erwähnten Veranstaltungen wurden bzw. werden neben den Produkten zahlreicher anderer Betriebe auch jene der folgenden kleinen oder sogar sehr kleinen Betriebe vorgestellt und verarbeitet: Biofleisch von Bio Beef, Villnöss (Bz), Gerste, Dinkel und Bohnen der Kooperative Cooperativa Agricola La Fiorita, Cesiomaggiore (Bl), Kräuter der Società Agricola Saliet, Claut (Pn), Ziegenkäse vom Lechernhof, Prags (Bz), Barancino-Likör der Brennerei Frescura di Bribano, Sedico (Bl), biologischer Honig der Imkerei Sloda, Zoldo-Tal (Bl), Biokäse der Käserei (Bl) und der Alpen Pien de Vacia (Selva di Cadore, Bl) und Malga Campon (Monte Avena, Bl), Met von Lu de Pincia (San Vigil Enneberg, Bz), Käse der Käsereien San Martino di Erto (Pn) und Canop, Rivamonte Agordino (Bl), alles begleitet von den guten Weinen der Kellnerei De Bacco aus Seren del Grappa (Bl).

Produkte und deren Hersteller aufwerten

“Wir setzen nicht die Produkte ins Netz, sondern vernetzen deren Erzeuger“, unterstreicht Irma Visalli, “jeder hat seine eigene Geschichte und seinen Erfahrungsschatz. Alle haben jedoch zwei Dinge gemeinsam: einerseits die Möglichkeiten, die ihnen durch ihre Lage im Welterbe Dolomiten UNESCO offenstehen, andererseits jedoch auch die daraus erwachsende Verantwortung. Die Produkte dieser Betriebe wurden schon von den zuständigen Schutzgebieten zertifiziert, die ihrerseits durch ihre strengen Auflagen nicht mehr als Dämpfer der wirtschaftlichen Entwicklung angesehen werden, sondern ganz im Gegenteil durch ihren fördernden Einfluss auf die Entwicklung einer qualitätsorientierten, nachhaltigen Wirtschaft immer mehr zu einem Mehrwert werden können und müssen.

Dieses Ziel entspricht auch der Gesamtführungsstrategie

Man sollte nicht vergessen, dass dieses Projekt den Zielsetzungen der Gesamtführungsstrategie des Dolomiten UNESCO Welterbes entspricht, und zwar der Förderung nachhaltiger Wirtschaftsformen durch die Aufwertung der lokalen Betriebe. Das Netzwerk der Erzeuger hat auch Auswirkungen auf andere Zielsetzungen der Gesamtführungsstrategie, insbesondere auf die gemeinsame Förderung des Welterbes und seiner Werte, die Synergie zwischen den Verwaltungsakteuren des Gutes, die Kultur der Gastlichkeit, des Erlebnis- und des nachhaltigen Tourismus, die Aufwertung der guten Praktiken der kultivierten Artenvielfalt und der aktiven Erhaltung des Lebensräume, die Stärkung des Bewusstseins der bäuerlichen Nahrungsmittelhersteller, wichtigste aktive Bewahrer der Dolomitenlandschaft zu sein und somit als Landwirte auch die wichtigsten Akteure für die Erhaltung des hydrogeologischen Gleichgewichts.

 

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