Treffen der Fördermitglieder der Stiftung Dolomiten UNESCO in Pordenone

Am 12. Dezember fand in Pordenone das Jahrestreffen der Fördermitglieder der Stiftung Dolomiten UNESCO statt. Es bot die Gelegenheit, die Unterstützung für die Tätigkeiten der Stiftung zu bekräftigen. Die Versammlung der Fördermitglieder ist ein satzungsgemäßes Gremium, das diejenigen vereint, die die Stiftung durch ihr Arbeit oder durch finanzielle Beiträge unterstützen. Das Treffen im Jahr 2025 diente außerdem dazu, gemeinsam über den unschätzbaren wissenschaftlichen Wert des geologischen Erbes der Dolomiten nachzudenken. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auf Pordenone, da in diesen Wochen und bis zum 21. Dezember die Wanderausstellung „Dolomiten: Wandern durch die Wunder der Geologie“, die die Stiftung Dolomiten UNESCO anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des CAI Pordenone konzipiert hat, im Palazzo Gregoris zu sehen ist.

Il presidente Padrin in occasione del Collegio dei Sostenitori 2025

PADRIN: „EINE IM GEBIET VERWURZELTE STIFTUNG“

„Das Treffen der Fördermitglieder ist eine Gelegenheit, allen zu danken, die sich entschieden haben, mit ihrem Beitrag eine Tätigkeit zu unterstützen, die immer stärker im Gebiet verwurzelt ist“, erklärte Roberto Padrin, Präsident der Stiftung Dolomiten UNESCO und der Provinz Belluno. „Die zahlreichen Initiativen, die wir 2025 umgesetzt haben, zeigen, dass die lokalen Gemeinschaften, Institutionen, Vereine und Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, die Anerkennung als Welterbe mittlerweile als gemeinsame Verantwortung verstehen.

RÜCKBLICK AUF DAS JAHR 2025

Vor dem Besuch der Ausstellung versammelten sich die Teilnehmer, um eine Bilanz der Tätigkeiten und Projekte zu ziehen, die von der Stiftung Dolomiten UNESCO im Laufe des Jahres 2025 umgesetzt wurden. Die Direktorin der Stiftung, Mara Nemela, stellte einige davon vor, die auch von den funktionellen Netzwerken entwickelt wurden, die von den verschiedenen Provinzen koordiniert werden. Diese befassen sich beispielsweise mit den Fortbildungen der Gemeindeverwalter, Lehrpersonen und Schüler, mit der stärkeren Vernetzung der Hüttenwirte sowie mit dem Austausch zwischen kleinen Qualitätsproduzenten. Weitere Themen waren die verantwortungsvolle Kommunikation des Welterbes, um ein weniger stereotypisches Bild als das in den sozialen Medien verbreitete zu vermitteln. Außerdem ging es um Inklusion und Barrierefreiheit, etwa durch eine Broschüre in Leichter Sprache und die Unterstützung lokaler Inklusionsprojekte, sowie um den Alpinismus, mit der bald erscheinenden Serie über den Dolomitismus. Auch in diesem Jahr fanden wieder Geotrekking-Touren im Gebiet statt, die die Überlegungen zum geologischen Erbe, die das Jahr 2025 geprägt haben, abrundeten.

WARUM GEOLOGIE

„Warum beschäftigen wir uns mit der Geologie in den Dolomiten?“ Darüber diskutierten Pierpaolo Zanchetta des Servizio Biodiversità der Region Friuli Venezia Giulia und der Geologe Alfio Viganò der Autonomen Provinz Trient. Zu den aufgekommenen Gedanken gehörte auch die Idee, dass die Vermittlung geologischen Wissens über die Dolomiten ein Weg ist, die Landschaft wertzuschätzen und zu einem entschleunigten sowie bewussten Besuch des „fossilen Archipels“ anzuregen. Besonders wirksam ist dies, wenn Aufwertungsprojekte wie der Dolomites World Heritage Geotrail oder die Ausstellung „Dolomiten: Wandern durch die Wunder der Geologie“ in enger Zusammenarbeit mit dem Gebiet und der Bevölkerung umgesetzt werden. Kurz gesagt: Ein Blick auf die Trias kann eine Möglichkeit bieten, die Zukunft eines nachhaltigen Bergtourismus im Welterbe zu gestalten.