Italienische Welterbestätten: ein Jahr voller Weiterbildungen und Austausch

Für die Verwaltung einer Welterbestätte sind Weiterbildungen sowie der Austausch mit Verantwortlichen anderer UNESCO-Stätten und mit allen nationalen, regionalen und lokalen Regierungsebenen, die an der Umsetzung des Übereinkommens zum Welterbe beteiligt sind, unerlässlich. Auch aus diesem Grund hat die Associazione Beni Italiani Patrimonio Mondiale im Jahr 2025 mehrere Workshops organisiert, bei denen auch die Stiftung Dolomiten UNESCO ihren Beitrag geleistet hat.

Pale di San Martino nella foto di Alberto Perer

ITALIENISCHE STÄTTEN IM NETZWERK

Die Associazione Beni Italiani Patrimonio Mondiale wurde 1997 gegründet und unterstützt seitdem Institutionen und Einrichtungen, die für die Verwaltung der 61 Welterbestätten in Italien verantwortlich sind. Ziel ist es, Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsame Projekte umzusetzen. Denn allein die Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Staatsgebiet oder zu kleineren Gebieten reicht oft nicht aus, um einen Austausch zwischen den UNESCO-Stätten und ihre Verwaltern zu gewährleisten. Weiterbildungen bieten daher eine Gelegenheit, erfolgreiche Zusammenarbeit und gemeinsame Leitlinien zu entwickeln. Im Laufe des Jahres 2025 fanden insgesamt fünf Treffen statt, drei davon online und zwei in Rom, im Sitz des Kulturministeriums, das die Veranstaltung im Rahmen des Gesetzes l.77/06 finanzierte, sowie im Senatorenpalast auf der Piazza del Campidoglio. Teilgenommen haben Vertreter und Fachleute nationaler und internationaler Institutionen. Die Themen der Veranstaltung mit dem Titel „Treffen und Gebiete – UNESCO-Stätten im Austausch“ (Incontri e territori – Designazioni UNESCO a confronto) lassen sich auf das Konzept des „UNESCO-Seins“ zurückführen: vom Schutz des Welterbes über das Wissen und die Verwaltung der Stätten bis hin zu Governancenetzwerken und Instrumenten zur Folgenabschätzung.

DER BEITRAG DER STIFTUNG DOLOMITEN UNESCO

Anlässlich des ersten Treffens, das am 6. Februar in Rom stattfand, stellte Mara Nemela, Direktorin der Stiftung Dolomiten UNESCO, die „Weiterbildung für Verwaltungsmitarbeiter“ vor. Diese wurde in den letzten Jahren von der Stiftung in Belluno, Primiero San Martino di Castrozza (TN) und Andalo (TN) organisiert und wird im nächsten November auch in Claut (PN) angeboten. Die Fortbildungen haben es ermöglicht, das Wissen über das Welterbe zu vertiefen, Gemeindeverwalter zu sensibilisieren und miteinander zu vernetzen, um neue Perspektiven und Strategien für die Zukunft auszutauschen und zu entwickeln. Auch bei den Treffen im März zum Thema „Governancenetzwerke: technisches Fachwissen und institutionelle Zusammenarbeit für die Verwaltung einer Welterbestätte“ sowie bei der Abschlussveranstaltung war die Stiftung präsent. Der Diskussionstag am 24. Oktober wurde von Alessio Pascucci, Präsident der Associazione Beni Italiani Patrimonio Mondiale, und Enrico Vicenti, Generalsekretär der italienischen UNESCO-Kommission, eröffnet. Darauf folgte ein Workshop zur Effizienz des Führungssystems für das Welterbe, geleitet von ICCROM. Neben Direktorin Nemela nahmen auch Leticia Leitao, Expertin für Kulturerbe, Carlo Ossola, Mitglied der Weltkommission für Schutzgebiete der IUCN, Nicole Franceschini, Verwaltungsmitarbeiterin des Programma della Leadership del Patrimonio Mondiale – ICCROM sowie Valentina Ippolito, Leiterin des U¬fficio Firenze Patrimonio Mondiale der Stadt Florenz, teil.