Zwei Welten, die weit voneinander entfernt scheinen. Zwei Stätten, die von der UNESCO für ihren außergewöhnlichen universellen Wert anerkannt wurden. Zwei Landschaften, die der Meraner Fotograf Georg Tappeiner in eindrucksvollen Aufnahmen festgehalten hat und die vom 26. März bis zum 24. Mai im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen sind. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Italienischen Generalkonsulats München und wird von der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, der Stiftung Dolomiten UNESCO sowie dem Staschitz Print Studio unterstützt.
LAND UND WASSER
Das Dolomitengebiet muss einst genauso ausgesehen haben wie das Wattenmeer, als es vor 217 bis 199 Millionen Jahren zu einer regelmäßig vom Meer überfluteten großen schlammigen Ebene wurde, in der sich langsam riesige Sedimentschichten ansammelten. Es bedarf also keiner großen Vorstellungskraft, um sich das 450 Kilometer lange Wattenmeer, die Wattflächen und Feuchtgebiete vorzustellen, die sich über die Niederlande, Deutschland und Dänemark erstrecken. Dieses Gebiet wurde am 26. Juni 2009 zum Welterbe erklärt, in derselben Sitzung, in der auch die Dolomiten in die Welterbeliste aufgenommen wurden.
TAPPEINER ALS INTERPRET UNIVERSELLER WERTE
Abgesehen von den vielen Gemeinsamkeiten werden vor allem die außergewöhnlichen Fotografien im Mittelpunkt der Ausstellung EPHEMERIS. Dolomiten | Wattenmeer. Fotografien von Georg Tappeiner stehen, die in München präsentiert wird. Die Eröffnung findet am Mittwoch, den 25. März 2026, um 18 Uhr statt. Am folgenden Tag um 17:30 Uhr wird der Künstler die Besucher selbst durch die Ausstellung führen und dabei „faszinierende Aufnahmen zeigen, die mit Licht und Emotionen berühren und die Begegnung zwischen archaischer Natur und menschlicher Wahrnehmung erzählen“.

Diese Aktivität ist Teil des Projekts „Bildung von Fähigkeiten und Kompetenzen. Stärkung des sozialen und territorialen Kapitals des UNESCO Welterbes Dolomiten (WHS) für eine dauerhafte und nachhaltige Entwicklung der lokalen Gemeinschaften“, das mit Unterstützung des Fonds für Anrainergemeinden durchgeführt wird.

