
Die Dolomiten in Leichter Sprache
Zu den Themen, die im Rahmen der paralympischen Veranstaltung Milano Cortina 2026 behandelt wurden, gehört auch die Notwendigkeit, Inklusion und Barrierefreiheit auf allen Ebenen zu steigern: eine der wichtigsten Legacies, um sicherzustellen, dass alle die landschaftlichen Werte eines gemeinsamen Erbes genießen können.
„Die Dolomiten sind ein Erbe aller, und es ist entscheidend, über Barrierefreiheit zu sprechen, um die Kultur in dieser Hinsicht zu verändern.“ Dies ist der Appell, den uns Davide Giozet anlässlich der Entzündungszeremonie der Olympischen Fackel übermittelte. Giozet ist paralympischer Athlet mit Erfolgen in Leichtathletik, Handbike sowie Rollstuhlrugby und derzeitiger Präsident von ASSI Onlus. „Oft reichen schon die richtigen Informationen“, fügte er hinzu, „damit Menschen mit Beeinträchtigungen die Dolomiten besuchen können, die auf den ersten Blick unzugänglich wirken. Tatsächlich bieten sie aber zahlreiche Erlebnisse, die wir unbedingt erleben möchten (siehe hierzu auch das Projekt Dolomiti Accessibili – link, ndr). Grenzen gibt es und sie sind objektiv, aber oft kämpfen wir mit Grenzen, die in erster Linie kultureller Natur sind. In dieser Hinsicht gibt es noch viel zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg.“
Darüber wurde auch am 13. März bei einer der zahlreichen Veranstaltungen von Casa Veneto diskutiert, die den barrierefreien Zielen im Veneto gewidmet war, darunter auch solchen in den Bergregionen. Ein Unterthema ist die Barrierefreiheit der Welterbestätten, deren Anerkennung zweifellos die Verantwortung betont, ihre inklusive Nutzung zu fördern. „Die Paralympischen Spiele haben den Fokus auf die Themen Beeinträchtigung und Inklusivität gelenkt“, unterstrich Mara Nemela, Direktorin der Stiftung Dolomiten UNESCO. „Diese Aufmerksamkeit kann nun der Schlüssel sein, um diejenigen zu stärken, die sich täglich sowohl auf Institutions- als auch auf Verbandsebene für Inklusion einsetzen, insbesondere bei den jungen Generationen, und so dazu beitragen das Wissen über diese Themen und die Sensibilität dafür zu fördern. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Akronym UNESCO für Bildung, Wissenschaft und Kultur steht, die, wenn sie in den Dienst der Inklusion gestellt werden, dazu beitragen können, die wahre paralympische Legacy zu prägen.“
Wie Davide Giozet erklärte, genügen manchmal schon die richtigen Informationen, um Barrierefreiheit zu fördern. Korrekt und zugleich barrierefrei: Die Stiftung Dolomiten UNESCO arbeitet auch im Bereich der geistigen Beeinträchtigungen daran und hat eine Broschüre in Leichter Sprache erstellt, um die wichtigsten Informationen über die neun Teilgebiete des Welterbes einem immer breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ein Gewinn für alle: Komplexe Inhalte klar verständlich zu vermitteln, ermöglicht es, sich wieder auf die eigentliche Bedeutung der UNESCO-Anerkennung zu besinnen, nämlich auf die Schönheit der Landschaft und die Geschichte, die sie zu erzählen hat.