Die Werte des Welterbes und die olympischen Ideale

Am Samstag, 21. Februar, fand in der Cortina Dolomiti Lounge ein Abend statt, der sich damit beschäftigte, wie das Zusammentreffen verschiedener Nationen, ein zentrales Element der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 und der bevorstehenden Paralympischen Winterspiele, im Einklang mit dem Ziel der UNESCO steht, das sie seit 1945 verfolgt: die Völker einander näherzubringen. Mit der 1972 verabschiedeten Welterbekonvention hat die UNESCO aufgezeigt, wie eine gemeinsame Verantwortung für den Schutz jener Stätten entstehen kann, die wie die Dolomiten durch einen außergewöhnlichen universellen Wert gekennzeichnet sind.

EIN ERBE, DAS MIT DER WELT SPRICHT

Die Provinz Belluno und die Fondazione DMO Dolomiti Bellunesi widmeten daher den Abschlussabend der olympischen Veranstaltung in den von der Fondazione Cortina bereitgestellten Räumlichkeiten dem Dolomiten UNESCO Welterbe. Der Abend begann mit der Begrüßung durch Stefano Longo, Präsident der Fondazione Cortina, und setzte sich mit einem Beitrag von Roberto Padrin, Präsident der Provinz Belluno und der Stiftung Dolomiten UNESCO, fort. „In diesen Bergen“, so Padrin, „haben wir gesehen, wie Freundschaft, Frieden und Begegnung zwischen den Völkern im Zeichen der höchsten Werte des Sports Gestalt angenommen haben. Die Dolomiten sind ein Ort des Dialogs und des Zusammenlebens: nicht nur eine Kulisse, sondern eine Landschaft, die verbindet und dazu einlädt, Grenzen und Barrieren zu überwinden, ganz im Sinne des olympischen Ideals.“

GEOLOGIE, KULTUR, BEWUSSTER BESUCH

Das Thema wurde dabei aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Zunächst hielt die Direktorin der Stiftung Dolomiten UNESCO, Mara Nemela, einen vertiefenden Vortrag über das Ziel der UNESCO, den Dialog zwischen den Völkern durch Bildung, Wissenschaft und Kultur zu fördern, sowie über die Verwaltung des Dolomiten UNESCO Welterbes, die bereits geografische, verwaltungstechnische und sprachliche Vielfalt aufweist. Anschließend gab der Geologe der Universität Ferrara, Alberto Riva, einen Überblick über die geologischen Werte des Welterbes. Der Journalist Francesco Chiamulera berichtete über die Entstehung jenes kollektiven Bildes der Dolomiten, in dem lokale und internationale Perspektiven aufeinandertreffen. Dank der Direktorin des Nationalparks Dolomiti Bellunesi, Sonia Anelli, wurde der Blick auch auf die unberührtesten Gebiete der Berge des Belluno ausgeweitet. Dabei handelt es sich um wahre Schatzkammern der Biodiversität, in denen der menschliche Einfluss gering ist, die Rolle der Bevölkerung jedoch weiterhin von zentraler Bedeutung bleibt. Zum Abschluss folgte eine Reflexion über den zukünftigen Besuch der Dolomiten: Elisa Calcamuggi, Verantwortliche für Marketing und Kommunikation der Fondazione DMO Dolomiti Bellunesi, stellte das Projekt „Montagna Consapevole“ vor. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Organisationen entwickelt und soll Besucher zu mehr Vorsicht und Bewusstsein anregen. So endete der Abend mit einem Aufruf zur Verantwortung, sowohl an die lokalen Gemeinschaften, ein Gleichgewicht zwischen touristischer Entwicklung und Nachhaltigkeit zu finden, als auch an alle Bergbesucher.