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Neuigkeiten | Dolomeyes: “Angst auf den ersten Blick”

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18 Juni 2021

Nein zu einem „monströsen“ Sommer:
„Dolomeyes“ wacht über den Respekt vor den Bergen

Zu Beginn eines Sommers, der von bedeutenden Touristenströmen im Welterbe Dolomiten geprägt sein wird, hat die Stiftung Dolomiten UNESCO in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schutzhüttenvereinen und alpinen Verbänden der Dolomitenregion eine Kommunikationskampagne zum bewussten Umgang mit Wasser in den Hochgebirgshütten und zu einem bewussten Aufenthalt in den Bergen entwickelt. Die Kampagne möchte Gäste für die Notwendigkeit sensibilisieren, die fragile Umwelt der Dolomiten zu respektieren und die Rolle der Hüttenwirte zu verstehen.

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„Dolomeyes: Angst auf den ersten Blick“ 

Die Ziele der Kampagne

Den Botschaften der Kampagne wird man sich nur schwer entziehen können – werden sie doch über viele Kanäle wie Videos, Social Media, Web, Tutorials und Aktionen vor Ort verbreitet, wobei stets der monströse „Dolomeyes“ (die Augen der Dolomiten) im Mittelpunkt steht. Diese Figur ist den Erzählungen der Dolomiten entlehnt und verkörpert die Angst, dass Gewohnheiten und Haltungen, die die Berge nicht respektieren, das empfindliche Ökosystem der Dolomiten zerstören können. Analog dazu verweist der Slogan der Kampagne „Angst auf den ersten Blick“ auch auf jene Angst, die die „Liebe auf den ersten Blick“, welche die Dolomiten bei jedem Besucher hervorrufen, zu ersetzen droht. „Das Monster ‚Dolomeyes‘ erinnert an die Figur des Wilden Mannes (salvan). Seit jeher ist diese Figur in der Vorstellung der Alpenbevölkerung präsent und markiert die symbolische Grenze zwischen wildem und domestiziertem Raum, zwischen Natur und Mensch. Der Wilde Mann flößt den zivilisierten Menschen, auf einer unbewussten Ebene, furcht ein. Mit seiner beunruhigenden Erscheinung wacht er über die unüberwindbare Grenze zwischen der natürlichen Umwelt und dem respektlosen Verhalten des Menschen“, unterstreicht Annibale Salsa, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Dolomiten UNESCO, die Verbindung zwischen dem Protagonisten der Kampagne und der Figur des Wilden Mannes, die wir im kulturellen Erbe aller Alpentäler finden.

Die Kampagne „Dolomeyes: Angst auf den ersten Blick!“ wurde von BrodoStudio aus Udine entwickelt und entstand – ganz im Sinne der Stiftung Dolomiten UNESCO – bottom-up. So hatte sich zunächst eine Arbeitsgruppe aus Hüttenwirten und Vertretern alpiner Verbände intensiv mit der Auswahl der Botschaften auseinandergesetzt, die den Wanderern vermittelt werden sollen.

Ein wachsender, sich verändernder und zunehmend internationaler Tourismus, die Nutzung von Schutzhütten als Ziel und nicht mehr als Ausgangspunkt von Wanderungen, mangelndes Wissen hinsichtlich der Grenzen und Eigenschaften der Bergwelt und schließlich Wasser als ebenso kostbare wie knappe Ressource: Diese Aspekte bilden den Ausgangspunkt für das Projekt Dolomeyes.

Oft kennen jene, die in die Berge fahren, die Realität nicht und haben unbewusst Erwartungen, die nicht erfüllt werden können – schlicht aus dem Grund, dass in großer Höhe offensichtlich nicht alle Annehmlichkeiten und Rhythmen geboten werden können, die das Leben in der Stadt auszeichnen. Deshalb ist es wichtig, einen Bewusstseinsprozess bei denjenigen anzustoßen, die sich in den Bergen aufhalten. Nur ein bewusster Besucher riskiert nicht, seine Erwartungen enttäuscht zu sehen, sondern sucht und erlebt die „Grenzen“, die ihm die Bergwelt setzt, als Chance für ein authentisches und einzigartiges Erlebnis.

Besonderes Augenmerk auf den sparsamen Umgang mit Wasser

Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Thema des verantwortungsvollen Umgangs mit der Ressource Wasser gelegt, wie von den Hüttenwirten gewünscht. Wasser ist ein kostbares Gut, und seine Bereitstellung ist in großer Höhe besonders schwer zu gewährleisten: Wanderer, die in Schutzhütten übernachten, müssen daher dahin gebracht werden, dass sie aus freien Stücken von unangemessenen Wünschen wie z. B. mehrmaligem Duschen absehen. Das gesteigerte Bewusstsein der Gäste kann eine konkrete Hilfe in der täglichen Arbeit des Hüttenwirts darstellen, weil sich dadurch die Gefahren von Missverständnissen verringern und der Umgang mit Ressourcen effizienter gestalten lassen – vor allem jetzt, da auch die geltenden Corona-Regeln eine Allianz unverzichtbar machen, die auf Dialog und gegenseitigem Verständnis zwischen uns und den Wanderern beruht.

Der Tone of Voice von Dolomeyes

Eine ungewöhnliche Kampagne, die weniger auf institutionelle Sprache als vielmehr auf einen entschieden ironischen und parodistischen Ton setzt. Eine Kommunikation, die von einigen B-Movies und Blockbustern der 1980er und 90er Jahre inspiriert ist, die zu Kultfilmen wurden. Aus dieser Idee heraus entstand die Figur Dolomeyes (wörtlich „Die Augen der Dolomiten“), ein furchterregendes Wesen, das zwischen den Felsen und dem Schnee der Dolomiten lebt; eine geheimnisvolle Kreatur, die die verschneiten Wälder bewohnt und die höchsten Gipfel verteidigt. Dolomeyes wird zur Personifizierung des Bewusstseins und der Ängste, die wir immer im Hinterkopf behalten sollten, wenn wir uns in den Bergen aufhalten. Wir überlassen Ihnen das Vergnügen, diese Welt zu entdecken, und hoffen, Ihnen damit ein paar positive Anregungen und vielleicht sogar ein Lächeln schenken zu können.

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