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Neuigkeiten | Live-Sendung zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser

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26 April 2021

Der Countdown läuft: Die Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser in den Höhenlagen und darüber hinaus, die von den Hüttenbetreibern des Welterbes stark gefordert und von der Stiftung Dolomiten UNESCO in Zusammenarbeit mit CARD, den Alpenvereinen der Dolomitenregion, durchgeführt wird, steht in den Startlöchern. Am 20. Mai um 18 Uhr sprechen wir auf der Facebook-Seite Dolomites UNESCO live mit Duilio Boninsegna, dem Betreiber der Pradidalihütte (Palagruppe), sowie zwei Experten vom MUSE in Trient, dem Geologen Riccardo Tomasoni und dem Glaziologen Christian Casarotto.

 „Wie soll ich es Ihnen noch erklären …“

Einige Hüttenwirte der Palagruppe haben beschlossen, im Inneren ihrer Hütten (in einigen Fällen direkt neben den Duschen), jeweils zwei Fotos des Fradusta-Gletschers aufzuhängen: eines aus den 1920er Jahren und ein aktuelles. Die unterschiedliche Ausdehnung des Gletschers soll den Gästen als Mahnung dienen, möglichst wenig Wasser zu verbrauchen. Der Rückgang der Wasserressourcen, der an sich schon ein ernstes Umweltproblem darstellt, wirkt sich auch auf die Tätigkeit der Betreiber aus, die ihren Gästen täglich aufs Neue erklären müssen, dass eine von ihnen gewünschte Dienstleistung nicht erbracht werden kann und darf. Die täglichen Schwierigkeiten derjenigen, die in großen Höhen arbeiten, und die Notwendigkeit, diese den Gästen wirksam zu vermitteln, stehen daher im Mittelpunkt des Beitrags von Duilio Boninsegna, dem historischen Betreiber der Pradidalihütte.

Das Problem kennen, um es zu lösen

Bei der Kampagne der Stiftung Dolomiten UNESCO geht es nicht nur um Verhaltensregeln, sondern auch um die tieferen Ursachen für die Notwendigkeit des Wassersparens. Der noch immer andauernde Temperaturanstieg des letzten Jahrhunderts hat wichtige Auswirkungen auf die Kryosphäre, d. h. auf die schnee- und eisbedeckten Flächen der Erde, die oft das einzige natürliche Wasserreservoir in großen Höhen sind. Die Gletscher gehen so schnell zurück, dass ihr vollständiges Verschwinden unterhalb von 3500 m bis zum Jahr 2050 erwartet wird. Viele Schutzhütten der Dolomiten in mittleren Höhenlagen befinden sich zudem in Karstgebieten, die in den Karbonatmassiven des UNESCO-Welterbes sehr häufig vorkommen. Diese Gebiete sind von Natur aus arm an Oberflächenwasser, da Regen- und Schneeschmelzwasser in der kalkig-dolomitischen Gesteinsmasse schnell versickern. Nur wer auch diese Aspekte des Erbes kennt, kann es in vollen Zügen genießen, erleben und respektieren. Die beiden Wissenschaftler des MUSE, Geologe Riccardo Tomasoni und Glaziologe Christian Casarotto, werden über all dies sprechen.

Ph. Alberto Perer

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