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Neuigkeiten | Resiliente Bergbewohner im Friaul ausgezeichnet

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23 Oktober 2020

Im Rahmen der in der Region Friaul-Julisch Venetien organisierten Veranstaltungen „Pordenonelegge“ und „Leggimontagna“ wurden jeweils Iliara Tuti, für ihren Roman „Fiore di Roccia“ („Felsenblume“ – Herausgeber Longanesi), und den Konferenzunterlagen „Via dalla Montagna“ – Die Entvölkerung der Berge in Italien (1932-1938) und die Untersuchung des friulanischen Gebiets durch Michele Gortani und Giacomo Pittoni“, herausgegeben von Alessio Fornasin und Claudio Lorenzini (FORUM Editrice Universitaria Udinese), die Sonderpreise Dolomiten UNESCO verliehen.

Diese „Blumen“ haben keine Angst vor dem Krieg

„Wir kennen diese Berge besser als jeder andere, sagt mir ihre Stille, wir sind viele Male auf sie hinauf und wieder heruntergestiegen. Falls nötig, können wir uns schützen. Denn mir ist bewusst: Wenn nicht wir Frauen auf diesen Hilferuf reagieren, wer dann. Es gibt niemanden sonst.“ In ihrem anlässlich der letzten Ausgabe des Bücherfestes Pordenonelegge, das vom 16. bis 20. September stattgefunden hat, ausgezeichneten Roman stellt Ilaria Tuti die „karnischen Trägerinnen“ mit ihren Tragekörben voller Lebensmittel, Medikamente und Munition in den Mittelpunkt. Tag für Tag bewältigten sie tausend Höhenmeter, um die Soldaten an der Front des Ersten Weltkriegs zu unterstützen.

Der Vizepräsident der Stiftung Dolomiten UNESCO Graziano Pizzimenti kommentiert die Vergabe des Preises wie folgt: „Die Stiftung wollte ein Werk belohnen, das den Mut und die Resilienz dieser Frauen zelebriert. Im Roman wird die oft schwierige und anstrengende Beziehung zwischen dem Menschen und der Bergwelt in einem historischen Kontext dargestellt, dessen Spuren im Territorium noch gut lesbar sind.“ Auch die von den Holzschnitzern aus den Wurzeln der durch den Vaia-Sturm umgerissenen Bäume hergestellte Trophäe der Dolomiten erinnert an die enge Verbindung zwischen der Bergwelt und den dort lebenden Menschen.

Entvölkerung und ihr Ursprung

Auch bei der Veranstaltung „Leggimontagna“, die zwischen dem 15. und 17. Oktober in Tolmezzo und Forni di Sopra stattfand, wurde der Sonderpreis Dolomiten UNESCO verliehen. Ein seltenes, aber beispielhaftes Ereignis, das auf die Notwendigkeit hinweist, ein aktuelles Thema wie die Abwanderung näher unter die Lupe zu nehmen, die auch aus historischer Sicht untersucht wird. Ausgezeichnet wurden die Unterlagen einer Konferenz: „Via dalla Montagna“ – Die Entvölkerung der Berge in Italien (1932-1938) und die Untersuchung des friulanischen Gebiets durch Michele Gortani und Giacomo Pittoni“, kuratiert von Alessio Fornasin und Claudio Lorenzini und herausgegeben vom FORUM Editrice Universitaria Udinese. „Diese Ausführungen“, schreibt die Jury in der Motivation, „stellen einen hochrangigen wissenschaftlichen und literarischen Beitrag dar, der darüber hinaus das Verdienst hat, ein Thema von großer Bedeutung, wie die Entvölkerung der Berge zu erörtern, ausgehend von der Analyse der in den Ostalpen vorhandenen Gegebenheiten. Diese wurden von den Wissenschaftlern oft vernachlässigt, die sich meistens vom offensichtlich größeren Charme der bekannteren Berge und von den Tourismushochburgen angezogen fühlten.“

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