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Neuigkeiten | Veranstaltungen 2018, Bildung und Forschung

Termin
27 April 2018

Flächendeckende Veranstaltungen, auf das Publikum abgestimmte Programmvorschläge, Professionalität, Verankerung in der Gegenwart, jedoch mit Blick in die Zukunft … all diese Attribute zeichnen die Veranstaltungen des Netzwerkes für Bildung und wissenschaftliche Forschung der Stiftung Dolomiten UNESCO aus, das von der Autonomen Provinz Trient mit Unterstützung von TSM – Trentino School of Management / Step Area UNESCO koordiniert wird.
Der Veranstaltungskalender 2018 gibt einen klaren Einblick in die Zielsetzungen des Netzwerkes und die wichtige Funktion, die das Netzwerk nicht nur für die Erhaltung und Aufwertung des Welterbegutes der UNESCO, sondern auch für das Territorium selber erfüllt, indem es Diskussionsgelegenheiten schafft und das Zusammenwachsen der Lokalbevölkerung fördert.

DER VERANSTALTUNGSKALENDER 2018:

PROVINZ BELLUNO / DIESE VERANSTALTUNG SOLLTEN SICH NICHT NUR LEHRPERSONEN NICHT ENTGEHEN LASSEN

Im Palast der Talgemeinschaft des Cadore in Pieve di Cadore findet vom 6. bis zum 8. Juli der Lehrgang “Corso itinerante di formazione in geografia sulle Dolomiti Patrimonio dell’Umanità” statt, eine Veranstaltung zum Territorium des Cadore. Im Antlitz der Marmarole und in der Heimat des Tizian konnte der Schwerpunkt der Veranstaltung kein anderer sein als der Antelao und die Marmarole. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem CAI, der Talgemeinschaft des Cadore und der Abteilung für Artenvielfalt der Carabinieri von der Stiftung Giovanni Angelini – Centro studi sulla montagna di Belluno aus der Taufe gehoben und richtet sich an Lehrpersonen aller Fächer und Schulstufen, CAI-Ausbilder, Umwelt-, Fremden- und Naturparkführer, Leiter von Umweltschutzgruppen, Techniker der Lokalverwaltungen und Tourismusunternehmer.

PROVINZ BOZEN / EIN LEHRGANG FÜR WANDERFÜHRER

Pünktlich zwischen Frühjahr und Sommer wird wieder ein Ausbildungslehrgang für Wanderführer mit Schwerpunkt Welterbegut Dolomiten UNESCO angeboten. Dieser Lehrgang richtet sich gezielt an jene Mittelgebirgsführer, die schon einen Lehrgang für Wanderführer besucht und abgeschlossen haben. Der Lehrgang dauert 12 Tage und setzt sich aus 11 Modulen von jeweils 7 Stunden Dauer zusammen. Inhalt dieses Lehrganges sind das Welterbegut der UNESCO und seine geologischen, geomorphologischen, naturalistischen und kulturellen Besonderheiten. Außerdem erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, einige der beeindruckendsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten und Landschaften der neun Teilgebiete der Dolomiten zu erkunden. Der Lehrgang findet im Bildungshaus des Klosters Neustift statt und wird von der Abteilung für Natur, Landschaft und Raumentwicklung – Amt für Naturparke der Autonomen Provinz Bozen koordiniert.

Im Herbst gibt es wieder eine interessante Initiative für die Schutzhüttenbetreiber: am 20. und am 21. November findet zum zweiten Mal der Ausbildungslehrgang für jene zahlreichen Schutzhüttenbesitzer und –betreiber statt, die in den letzten Jahren die Bedeutung der Aufnahme der Dolomiten in das Welterbe der UNESCO erkannt haben und sich deshalb mehr mit allen ihren Aspekten befassen möchten. Der Lehrgang findet im Naturparkhaus Drei Zinnen im Kulturzentrum Grand Hotel Toblach in Toblach statt.

FRIAUL-JULISCH VENETIEN / SCHÜLER WIEDER IM MITTELPUNKT DES GESCHEHENS

Eine siegreiche Mannschaft wechselt man nicht aus, vor allem, wenn sie ihr Handwerk im Schlaf beherrscht! “Io vivo qui nelle Dolomiti Friulane, patrimonio dell’UNESCO” („Ich lebe hier in den friulanischen Dolomiten, Welterbe der UNESCO“) ist ein Projekt, an dem zahlreiche Lehrpersonen der Schulen der friulanischen Dolomiten (Val Tramontina, Val Colvera, Val Cellina, Alta Val Tagliamento) Jahr für Jahr regelmäßig teilnehmen.
Ziel des Projektes „Ich lebe hier“ ist es, die Jugendlichen durch Projekte und unterrichtsbegleitende Veranstaltungen in den verschiedenen Schulen dazu anzuspornen, ihre Heimat mit offenen Augen zu beobachten und kennenzulernen und Verantwortungsgefühl für ihre Heimat zu entwickeln. Im Schuljahr 2017-2018 haben mehr als 20 Klassen mit 16 Arbeitsprojekten an der Initiative teilgenommen und sind dabei, ihre Arbeiten abzuschließen. Dabei stehen ihnen ihre Lehrer und das Expertenteam des Naturparks Friulaner Dolomiten, dem auch die Koordinierung des Projektes obliegt, hilfreich zur Seite. Zurzeit laufen auch schon die vorbereitenden Arbeiten für den Start des Projektes im angehenden Schuljahr an, an dem dann auch die Schüler mehrerer Schulen der Provinz Belluno teilnehmen werden.

Man lernt jedoch nie aus. In Friaul wurden schon zu Jahresbeginn die ersten vorbereitenden Arbeiten für einen Lehrgang in Angriff genommen, der sich an Verwalter der lokalen Körperschaften, Unternehmer und Kulturschaffende richtet. Schwerpunkt des Lehrganges ist die Aufwertung des Territoriums in Welterbestätten unter Berücksichtigung der guten Praktiken, die sich schon anderswo erfolgreich durchgesetzt haben.

PROVINZ TRIENT / IM MITTELPUNKT STEHT DIE VERWALTUNG DES TERRITORIUMS

Am 8. Juni und am 6. Juli findet am MUSE in Trient ein Lehrgang statt, der explizit an Lokalverwalter gerichtet ist; die Teilnehmeranzahl ist auf 15 beschränkt. Mit Hilfe von Kulturexperten, Historikern und Erdwissenschaftlern soll eine Diskussionsplattform für Lokalverwalter der Dolomitenregion ins Leben gerufen werden, die, unter anderem auch bedingt durch die Aufnahme der Dolomiten in das Welterbe der UNESCO, in den nächsten Jahren aufgerufen sind, wichtige strategische Entscheidungen für die nachhaltige Entwicklung ihrer Territorien zu treffen. Neben alpinistischen, kulturellen und touristischen Fragestellungen stehen auch der Klimawandel und seine Konsequenzen auf der Tagesordnung.

Betreiber von Weltnatur- und Weltkulturstätten der UNESCO aus aller Welt treffen sich hingegen zu einem Lehrgang, der vom 20. bis zum 22. September in Villa Welsperg in Tonadico, im Naturpark Paneveggio Pale di San Martino und im MUSE in Trient abgehalten wird. Im Mittelpunkt stehen die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der aktiven Erhaltung und Entwicklung von Gebieten, die einerseits ein großes Entwicklungspotential besitzen, andererseits jedoch sehr empfindlich auf Störungen reagieren.

Um die Werte des Welterbes und das Bewusstsein, Teil des Weltnaturerbes zu sein, zu pflegen, müssen neben Technikern und Verwaltern noch andere Experten und Vertreter von Interessengemeinschaften eingespannt werden. Wir reden von den sogenannten “opinion leaders”, den Meinungsträgern und Stakeholdern, die aufgrund ihrer Funktion als Vertreter der Tourismusvereine, Unternehmerverbände und Wirtschaftstreibenden eine grundlegende Rolle für die Entwicklung neuer Strategien zur Aufwertung des Gutes spielen können. Zudem wären sie die idealen Werbebotschafter.
Es handelt sich dabei um einen langen Entwicklungsprozess, wenngleich schon einige Schritte in die richtige Richtung gemacht wurden: der Lehrgang richtet sich an die Teilnehmer des Kurses zur Ausbildung von Opinion Leaders und Stakeholder, der vom Netzwerk für Bildung und Forschung schon in den Jahren 2015, 2016 und 2017 angeboten wurde, aber auch an all jene, die mehr über die lokalen Entwicklungsperspektiven, den Tourismus, die Kultur der Dolomitenregionen und den Klimawandel und seine Auswirkungen vor Ort erfahren möchten. Die Veranstaltung findet zwischen dem 5. und dem 19. Juli am MUSE in Trient statt.

…. UND ZU GUTER LETZT

Die vorgestellten Projekte stellen nur einen Teil der vielfältigen Tätigkeiten des Netzwerkes für Bildung und wissenschaftliche Forschung dar. Das Netzwerk erstellt auch Unterrichts- und Lehrmaterialien und unterstützt Forschungsprojekte wie jenes, in dem das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bevölkerung der Dolomitenregion im Mittelpunkt stehen und das in Zusammenarbeit mit dem IRVAPP, dem Forschungsinstitut der Stiftung Bruno Kessler, durchgeführt wird, und Fossil Sea Challenge, ein erfolgreicher Wettbewerb für Oberschulen, in dem die teilnehmenden Klassen sich im Rahmen kleiner Projekte experimenteller, technisch-wissenschaftlicher oder auch populärwissenschaftlicher Natur mit der Geologie der Dolomiten auseinandersetzen.

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