Logo_Interreg_GATE
Gründungsmitglieder

Die neun Dolomiten-Teilgebiete | Nördliche Dolomiten

Beschreibung

Das größte der neun Systeme der UNESCO-Dolomiten erstreckt sich über eine Fläche von 53.586 Hektar und liegt auf dem Territorium zweier Provinzen, Belluno und Bozen. Der Südtiroler Teil des Systems wird vom Pustertal, dem Sextental, dem Gadertal und dem Sankt-Kassian-Tal abgegrenzt, auf der Belluneser Seite bilden das Boite- und das Piavetal die Grenze. Das System besteht aus den folgenden vier Berggruppen: die Sextener-Dolomiten mit der Cadini-Gruppe, die Fanes-Sennes-Prags-Gruppe mit der Tofana, die Cristallogruppe und die Cadorischen Dolomiten. 

Die Sextener-Dolomiten und die Cadini-Gruppe liegen im nordöstlichsten Teil der Dolomiten und zeichnen sich vor allem durch die über 2.000 Meter hohen Bergmassive und die ausgedehnten, felsigen Hochebenen aus.

Neben den Drei Zinnen, der wegen ihrer markanten Konturen wohl bekanntesten und repräsentativsten Gruppe der Dolomiten, gibt es hier auch noch andere bekannte Massive wie die Sextner Rotwand (3.146 m), die Dreischusterspitze (3.152 m), der Zwölfer Kofel (3.094 m) und die Cadini di Misurina-Gruppe (Cadin di San Lucano 2.839 m). 

Das Tal Val d’Ansiei trennt die Sextner- und Cadini-Gruppe von der Cristallo-Gruppe, deren höchster Gipfel der 3.221 m hohe Monte Cristallo ist.  

Das Höhlensteintal trennt die Sextner- und Cadini-Dolomiten von der Fanes-Sennes-Prags-Gruppe und dem Tofana-Massiv. Diese beiden Berggruppen nehmen den zentralen und nordöstlichen Teil des Systems ein und weisen mehrere markante Bergspitzen und Massive auf wie den Gebirgsstock Lagazuoi (2.762 m), das Dreigestirn der Tofana (Tofana di Rozes 3.225.m, Tofana di Mezzo 3.244 m und Tofana de Inze 3.238 m) sowie die Conturines-Gruppe.

Die Cadorischen Dolomiten im Südosten werden vom Sorapiss (3.205 m), der Marmarole (2.932 m) und dem Antelao, dem zweithöchsten Gipfel der Dolomiten nach der Marmolata, beherrscht. 

Schutzgebiete

Die nördlichen Dolomiten sind von hohem landschaftlichem, naturalistischem und geologischem Wert und deshalb in drei Schutzgebiete aufgeteilt. 

Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags auf Südtiroler Boden wurde 1980 gegründet und erstreckt sich heute über eine Fläche von mehr als 25.000 Hektar zwischen dem Pustertal im Norden, dem Gadertal im Westen, dem Höhlensteintal im Osten und der Grenze zu Belluno im Süden. Innerhalb d  es Naturparks liegen die Conturines und die Sextner Rotwand, deren stattliche Gipfel eine abwechslungsreiche Hochgebirgslandschaft mit zahlreichen Hochebenen, alpinen Weiden und Almen überragen. Das Gebiet ist von einem geologischen und botanischen Standpunkt aus sehr interessant und bietet auch vielen alpinen Tierarten wertvolle Lebensräumen; besonders zahlreich sind die Murmeltiere, die zu Symboltieren des Naturparks ernannt wurden (www.provinz.bz.it).

Direkt an den Naturpark Fanes-Sennes-Prags grenzt der ebenfalls in Südtirol liegende Naturpark Drei Zinnen, der 1981 gegründet wurde und sich über eine Fläche von 12.000 Hektar erstreckt. Im Norden grenzt er an das Pustertal, im Süden an die Provinz Belluno, im Osten an das Sextnertal und im Westen an das Höhlensteintal. Die bekanntesten Gipfel sind die Dreischusterspitze und natürlich die Drei Zinnen, denen der Naturpark auch seinen Namen verdankt. Neben botanischen und geologischen Sehenswürdigkeiten ist der Naturpark vor allem wegen seiner Vogelwelt bekannt; hier leben seltene Vogelarten wie der Steinadler und der Mauerläufer, der zum Symboltier des Naturparks ernannt wurde (www.provinz.bz.it).

Der Naturpark der Ampezzaner Dolomiten erstreckt sich über eine Fläche von 11.200 Hektar, die zur Gänze innerhalb der Gemeindegrenzen von Cortina d’Ampezzo auf jenen Grundparzellen liegen, die kollektiv von den Regolieri, den seit jeher in Cortina ansässigen Familien, gemeinschaftlich verwaltet werden. Im Norden grenzt der Naturpark an den Naturpark Fanes-Senes-Prags, und so bilden beide ein zusammenhängendes großes Schutzgebiet. Innerhalb der Grenzen des Naturparks befinden sich die Bergmassive des Cristallo, der Tofana und des Lagazuoi. Der Park wurde ausgewiesen, um seine einzigartigen geologischen Zeugnisse, seine Flora und seine Fauna auch für die zukünftigen Generationen erhalten zu können, und deshalb wurde als Wahrzeichen des Naturparks die nur in den Ampezzaner Dolomiten vorkommende Dolomiten-Hauswurz gewählt.

Besuchen Sie die Schutzhütten des Teilgebiets 5

Entdecken Sie die Dolomiten mit Google Street View

Barrierefreie Dolomiten: Entdecken Sie die Wanderwege

Geologie

Alle Seiten im Buch der Felsen – Die Kontinuität der Erzählung

Die nördlichen Dolomiten sind das flächenmäßig größte System der UNESCO-Dolomiten und weisen auch die vollständigste und differenzierteste Gesteinsabfolge der Dolomiten auf. Diese Berge erzählen von Lebensräumen, die in über 270 Millionen Jahren Erdgeschichte aufeinander folgten, deren Geschichte vor mehr als 300 Millionen Jahren mit dem metamorphischen Fundament im Paläozoikum begann und bis zum Tertiär (Oligozän-Miozän – 30 Millionen Jahre) auf dem Monte Parei reicht. Vom geologischen Aufbau her kann das System in drei Sektoren eingeteilt werden: Sextener Dolomiten, Drei Zinnen und Cadore-Dolomiten; Settsass; Fanes-Sennes-Prags und Ampezzaner Dolomiten.

Sextener Dolomiten, Drei Zinnen und Cadore-Dolomiten

Im Sexten- und im Pustertal tritt die permische Gesteinsabfolge an die Oberfläche, die durch den Abbau der antiken herzynischen Bergkette (Sextener Konglomerat) und den Abtransport und die Deposition des Erosionsmaterials auf einem wüstenähnlichen, von zeitweilig wasserführenden Flüsse  durchpflügten Flachland (Grödner Sandstein) entstanden ist. Diese Sequenzen sind steinerne Zeugen der Ankunft des ersten dolomitischen Meeres, das in einer ariden Klimaperiode küstennahe Lagunen umspülte (Bellerophon-Formation) und dann das gesamte Gebiet einige Millionen Jahre lang immer wieder überschwemmte (Werfen-Formation).

Zusätzlich trifft man hier auch auf Gesteine, in denen die verschiedenen Entwicklungsphasen des triassischen Archipels in einer linearen, nur einmal kurz durch vulkanische Aktivitäten in der mittleren Trias unterbrochenen zeitlichen Abfolge vorliegen. Diese Schichtfolgen bilden eine massive Platte aus mehreren übereinander gelagerten, fossilen Inseln (vom Anisium bis zum Karnium) und weiten Hochebenen, die aus den Ablagerungsgesteinen bestehen, die das Karnische Meer befüllt haben und unter denen das triassische Archipel verschwunden ist (Heiligkreuz-Formation, Travenanzes-Formation). Die verschiedenen Generationen der Inseln und Riffe sind in ihrer ursprünglichen Dreidimensionalität erhalten.

Die ladinische Insel ist in ihren Ausmaßen gewaltig und formt einige der wichtigsten Erhebungen des Gebietes: Sextener Rotwand, Elfer, Hochbrunnerschneid, Cima Bagni, Einser, Dreischusterspitze, Haunoldköpfl, Birkenkofel und Marmarole.

Im Gebiet von Dürrenstein kann man die ursprünglichen Formen des Rampensystems der fossilen karnischen Insel und ihre Beziehung zu den Tiefsee-Ablagerungen sehr gut erkennen. Im Gebiet der Platzwiese und des Strudelkopfes wurden wichtige fossile Reste der tierischen Kleinorganismen gefunden, die maßgeblich an der Entstehung der karnischen Inseln beteiligt waren.

Die abrupt in den Himmel emporragenden vertikalen Felswände aus Hauptdolomit der wichtigsten Gipfel (Drei Zinnen, Paternkofel und Zwölferkofel) sind die Reste der großen Gezeitenebene, die am Ende der Trias entstanden ist. Die südlichen Gesteinsschichten im Cadore zeigen die Geometrien der karnischen Inseln und beschreiben anschaulich die Phasen des Untergangs des dolomitischen Trias-Archipels. In diesen Gesteinen (Heiligkreuz-Formation/Travenanzes-Formation) wurden neben Bernsteinfossilien auch einige Dinosaurier-Spuren von Theropoden gefunden.

Schließlich trifft man südlich des Val Ansiei (Marmarole, Croda Marcora, Sorapiss, Antelao) auf Gesteine, die die Überreste einer riesigen Meeresplattform (Hauptdolomit) sind, die am Ende der Trias schrittweise abzusinken begann (Kalk des Dachstein); die Absenkungsbewegungen schritten im Jura weiter voran.

Geomorphologie

Die interessantesten geomorphologischen Elemente des Gebietes der Sextner Dolomiten/Drei Zinnen sind die ausgedehnten Hochplateaus (Hochfläche der Drei Zinnen, Büllelejoch), und auf den Gipfelflächen aus Dolomit, Relikte der Inseln der Ladiniums und des Karniums, die Felsbänder und Felsenbalkone im weicheren Gestein, das dem Untergang des Dolomiten-Archipels beiwohnte. Über diesem mächtigen Untergrund erheben sich die monumentalen Felstürme der drei Zinnen von Lavaredo, des Toblinger Knotens, der Dreischusterspitze und die zerklüfteten Bergspitzen des Zwölferkofels und des Paternkofels, die alle in die regelmäßig angeordneten Schichten des Hauptdolomits gehauen wurden.

Das dichte Netz von Verwerfungen und subvertikalen Bruchlinien, das die Schichtung durchzieht, bedingt die stufenförmige Anordnung der Hochplateaus, die große Anzahl von Felsnadeln und –zinnen und deren Geometrie, der Wände und der tiefen und geradlinig verlaufenden Täler, die sternförmig um das Hochplateau angeordnet sind (Fischleintal, Innerfeldtal, Val Popena, Val Giralba, Val Marzon, Val de Ambata und andere Täler). Häufig auftretende Landschaftselemente sind durch Erosion und Gletscherablagerung entstandene Kare, Rundhöcker, Hängetäler, Moränenränder und Findlinge aus der Späteiszeit. Auch gibt es zahlreiche Hochgebirgsseen, deren schillerndes Wasser die während der Eiszeit ausgehöhlten Mulden im Zentrum der Kare füllt (Alta Val Giralba, Büllelejoch, Drei-Zinnen-Seen). Am Fuße der Ostwand des Elferkofels existieren noch zwei kleine Schneegletscher.

Der andauernde Frost-Tau-Wechsel, dem die Felswände ausgesetzt sind, fördert die Entstehung ausgedehnter Schutthalden und –kegel am Fuß der Felswände (Drei Zinnen, Dreischusterspitze, Zwölferkofel u.a.), die ihrerseits Ursprungsgebiet von Murabgängen (Val Marzon) sind.

Felsstürze und Kippbewegungen sind die häufigsten Hangbewegungen; so ereignete sich 2007 im Fischleintal ein mittelgroßer Felssturz, der ein großes Medienecho auslöste.

In den Cadorischen Dolomiten sind die wichtigsten Landschaftsmerkmale von den wichtigen Überschiebungsvorgängen und ausgedehnten, in Richtung Ost-West verlaufenden Faltungen geprägt, die infolge der Plattenbewegungen entstehen. Die ausgesprochen markanten Asymmetrien der Marmarole und des Antelao mit ihren viel steileren Südhängen sind eine Folge der allgemeinen Ausrichtung der Gesteinsschichten in Richtung Norden.

Bemerkenswerte isolierte Felsnadeln sind La Torre Sabbioni (Croda Marcora) und Il Pupo (Marmarole).

Die nördlichen Flanken des Antelao, der Sorapiss-Gruppe und der Marmarole werden durch karstige und glaziokarstige Prozesse geformt, durch deren Einwirkung die Nischen und Vertiefungen der mächtigen Graukalkbänke erweitert werden. Viele Bergflanken beherbergen klar erkennbare und charakteristische glaziale Strukturen aus der Späteiszeit und der Kleinen Eiszeit: die Hängetäler und Kare des Sorapiss und der Marmarole und deren Stirnmoränen, Rundhöcker und Gletscherschliffe, Hochgebirgsseen (Lago Vandelli), Wasserfälle und Schluchten suchen ihresgleichen auch in den Dolomiten. Auf dem Antelao gibt es noch zwei kleine Gletscher, die jedoch sehr schnell schwinden (oberer und unterer Antelao-Gletscher). Die großen Geröllmengen, die durch den Frost/Tau-Wechsel entstehen, können zur Bildung schneller und gefährlicher Schuttströme (debris flow) führen, die den Talgrund erreichen und sich dort auf großen Flächen fächerförmig ausbreiten (Boitetal, Valle Ansiei, Val d’Oten). Die Schuttströme von Acquabona, Chiappuzza, aber vor allem jener von Cancia sind sehr gefürchtet und haben immer wieder, zuletzt 2009, Straßen und Ortschaften verschüttet und Todesopfer gefordert. Durch die hohe Reliefenergie werden Felsstürze und Bergrutsche ausgelöst. Von der Westflanke der Croda Marcora und des Antelao gingen 1730 bzw. 1814 gewaltige Felslawinen ab, die die Dörfer Chiappuzza, Taulen und Marceana unter sich begruben und insgesamt 366 Menschen das Leben kosteten.

Settsass

Dieses Gebiet verdient es nicht nur aufgrund seiner geschichtlichen und wissenschaftlichen Bedeutung, gesondert besprochen zu werden; mit großer Wahrscheinlichkeit stammen die Lebewesen, die für den Aufbau der karbonathaltige Platten vieler Bergkomplexe der Dolomiten verantwortlich sind, aus der Gegend des Settsass.

Die Gesteinsaufschlüsse, die rund um das Settsass an die Oberfläche treten, werden aufgrund ihrer sehr regelmäßigen Sektionen und der zahlreichen Fossilien schon seit jeher eingehend erforscht. Die gefundenen Mikro- und Makrofossilien konnten sehr gut für die chronologische Einordnung der Vorgänge hergenommen werden und lebten vor allem während des Karniums. Weltweite Bedeutung für die Paläowissenschaften hat die Bestimmung eines geochronologischen Punktes (GBSSP – Global Boundary Stratotype Sections and Points), der zwischen den Felsen der Sektion der  Stuores-Wiesen liegt und einen Referenzpunkt für den Ursprung des Karniums vor 228 Millionen Jahre darstellt. Eine andere interessante geologische Besonderheit ist ein vollständig erhaltenes, abgestürztes Riff (Richthofen-Riff am Kleinen Settsass) am Fuß der Felsklippe des Settsass.

Fanes, Sennes, Prags und Ampezzaner Dolomiten

Dieses Gebiet bietet einige der eindrucksvollsten Dolomitenpanoramen und weist über 3000 m dicke und somit sehr mächtige Gesteinsabfolgen auf; die ältesten Schichten sind ungefähr 270 Mio. Jahre alt, die jüngsten 25 Mio. Jahre. Diese Berge erzählen die Geschichte der Inselgruppe der Trias und gewähren tiefe Einblicke in die ursprüngliche Geometrie der Inseln (Binnenlagunen) und in die Übergänge zwischen den steilen Inselhängen und den umliegenden Tiefsee-Sedimenten. Die Gegend um Prags/Kühwiesenkopf ist aufgrund der fossilreichen Gesteinsaufschlüsse aus dem Anisium (Tiefsee- und Kontinentalbeckenaufschlüsse, die durch Erosion von aufgetauchtem Festland entstanden sind) von großer wissenschaftlicher Bedeutung; die Gesteinsaufschlüsse enthalten eine große Anzahl von Fossilien mit Resten von Pflanzen, Fischen, Ammoniten, Reptilien und vielen anderen Lebewesen.

Das Gebiet des Lagazuoi, des Col dei Bos und der Tofane bietet eine Vielfalt zusammenhängender Gesteinssequenzen, die eine Rekonstruktion der Lebensräume des Karniums ermöglichen und das Ende des dolomitischen Archipels dokumentieren. Zwischen diesen Schichten (Heiligkreuz-Formation) wurden in Bernstein eingeschlossene Milben und Insekten entdeckt, die zu den ältesten je erforschten Exemplaren dieser Tiergruppen gehören. In diesen Schichten wurden auch wichtige Dinosaurierspuren und der versteinerte Schädel eines Stegocephalus (Amphibium) gefunden.

Die Gebiete von Fanes und Sennes sind ausgedehnte Hochebenen mit Erhebungen aus Kalkgestein, die während des letzten Abschnittes der Trias und während der Zeitalter des Jura und der Kreide entstanden, in jener Zeit also, als der Übergang von einem weitläufigen und flachen Meer hin zu einem zunehmend befüllten, tiefen pelagischen, später aufgrund der alpinen Gebirgsbildung emporgehobenen Meeresboden stattfand.

Die jüngsten Gesteine der Dolomiten (25 Millionen Jahre) befinden sich hier (Monte Parei, Col Bechei); und durch ihr Studium versteht man heute, dass die Dolomiten, bevor diese Gesteine aus dem Meer auftauchten, ein verlandendes, mit aus dem Meer aufgetauchten Inseln (Ausläufer der Alpen) übersätes und von Küsten und Steilwänden eingegrenztes Restmeer waren.

Geomorphologie

Die Geomorphologie dieses Sektors wird von der Lage der umgebenden Gebirgsmassive bestimmt; in seinem zentralen Teil bildet der Sektor eine Mulde, die Hochplateaus von Fanes und Sennes. Hier treten junge Kalkstein- und Mergelschichten aus der Kreide und dem Tertiär an die Oberfläche, während die Randgebiete des Sektors von isolierten Bergmassiven, Bergrücken und asymmetrischeren Berggruppen (Settsass, Tofane, Hohe Gaisl, Monte Cristallo, Dürrenstein, Herrstein und Maurerkopf) eingenommen werden, die aus einer komplexen Wechselfolge von Gesteinen der mittleren und der oberen Trias aufgebaut werden.

Die Ausrichtung aller tief eingeschnittenen Täler dieses Sektors wird von einem komplexen Netzwerk von Überschiebungen (Grünwaldtal, Altpragser Tal, Großfanestal, Val Padeon u.a.) und fast ebener Verwerfungen (Boitetal, Travenanzestal, Rautal, Fanestal, Vallon Bianco, Val Salata u.a.) bestimmt; einige dieser Verwerfungen sind heute noch aktiv. Auch die prismatischen Geometrien der mächtigen Massive des Monte Cristallo und der Tofane-Gruppe spiegeln die Ausrichtung der tektonischen Bruchlinien wider. Interessant sind auch sind die ebenen oder nur wenig geneigten Felsbänder, Felsbalkone und kleinflächigen Plateaus, die durch selektive Erosionseinwirkung im Bereich der gut voneinander unterscheidbaren Wechselfolge der Gesteinsschichten entstanden sind. Wie kein anderes Gebiet der Dolomiten sind die Hochplateaus von Fanes und Sennes von karstigen und glaziokarstigen Formen jeglicher Art, unter- und überirdisch, geprägt. Einige Hochgebirgsseen wie der Lago Grande di Fosses, der Fanessee, der Limosee u.a.) füllen Mulden auf, die durch glaziokarstige Einwirkung entstanden sind.

Auch glaziale Morphologien sind weit verbreitet: Hängetäler, Kare, Stufenformationen und Rundhöcker und weniger auffällige Moränenränder aus der Späteiszeit und aus der Kleinen Eiszeit prägen das Landschaftsbild der höheren Lagen des Massivs. Die Moränenlappen sind für die Aufstauung einiger Seen wie den Lago Paron und den Misurina-See verantwortlich. Im Gebiet der Fanes hat man bei Col Bechei glaziale Ablagerungen und am Limopass Konglomerate entdeckt, die in der letzten Eiszeit entstanden sind. Auf dem Monte Cristallo und auf der Hohen Gaisl gibt es noch kleine eisbedeckte Gebietsabschnitte.

Geröllhalden und ausgedehnte Schuttkegel säumen den Fuß der vertikalen Felswände vor allem jener Gipfel, die in den Hauptdolomit geschlagen wurden (Tofane, Cristallo, Conturines, Seekofel). Diese Ablagerungen speisen in der Umgebung von Prags, in Armentarola und im Becken von Ru da Voi wichtige Schuttströme (debris flow). Die östliche Flanke der Hohen Gaisl beherbergt in einigen Karen noch ansehnliche aktive Blockgletscher, die Gegenstand zahlreicher Untersuchungen sind. In diesem Sektor der Dolomiten treten vor allem Felsstürze und Schichtrutschungen auf. So entstand der Pragser Wildsee während eines der zahlreichen Murenabgänge, die während der ersten Phase der Späteiszeit und zu Beginn des Holozäns das Pragser Tal abriegelten.

Dolomiti Project

Museen zwischen Natur und Kultur

Die nördlichen Dolomiten sind ein wichtiger Schauplatz der Geschichte und bieten den Hintergrund für viele Sagen. So fand man hier schon seit jeher zahlreiche Fossilien; der schönste dieser Funde sind die wertvollen Knochen eines prähistorischen Höhlenbärs, Ursus ladinicus, der in einer Höhle der Conturines entdeckt wurde. In der Neuzeit war das Gebiet einer der Kriegsschauplätze des Ersten Weltkriegs, hier verlief die italienisch-österreichische Front und die Ereignisse dieser Jahre sind im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung und in der lokalen Literatur  zutiefst verankert. Die Völkerschaften diese Berge haben im Laufe der Zeit Kunstwerke unschätzbaren Wertes geschaffen. Die verschiedenen Museen, Ausstellungsräume und Freilichtmuseen der Nördlichen Dolomiten bringen ihrem Besucher Land und Leute näher.

Das Museum Ladin Ursus ladicinus in St. Kassian widmet sich dem eben erwähnten Bären und der Entstehung der Dolomiten. Fossilien, Fundstücke, Lehrtafeln und innovative Installationen beschreiben die Entstehungsgeschichte dieser Berge. In der Rekonstruktion der Conturineshöhle, dem Fundort der Knochen von Ursus ladinicus, gibt es auch eine Nachbildung des  Bären sowie die authentischen archäologischen Fundstücke (www.ursusladinicus.it).

Wer sich für die Urzeit interessiert, sollte unbedingt das paläontologische Museum “Rinaldo Zardini” in Cortina d’Ampezzo besuchen, das ebenso wie das Museum für moderne Kunst “Mario Rimoldi” und das völkerkundliche Museum “Regole d’Ampezzo” zu den Ampezzanischen Museen gehört. Sehr empfehlenswert sind auch das Archäologische Museum Cadorino in Pieve di Cadore und das Museum Palazzo Corte Metto in Auronzo di Cadore.

Neben dem volkskundlichen Museum “Regole d’Ampezzo” in Cortina erhält man auch im Museum für volkstümliche Traditionen in San Vito di Cadore interessante Einblicke in das Leben früherer Zeiten. Einen Besuch wert sind auch das Museum für Waldnutzung Museum del Cidolo e del Legname in Peraolo di Cadore, das Geburtshaus des bekannten Malers Tiziano Vecellio und das  Brillenmuseum in Pieve di Cadore.

Auch die Naturparke des Gebiets haben für Interessierte einiges an Informations- und Ausstellungsräumen zu bieten. Wer den Geheimnissen des Naturparks Fanes-Sennes-Prags auf leichte und unterhaltsame Art auf den Grund gehen will, ist im Besucherzentrum in Sankt Vigil am Enneberg genau richtig. Auch in der Ausstellung im Besucherzentrum “Drei Zinnen” im Kulturzentrum Grand Hotel Toblach werden dem Besucher die Landschaft, die Geologie, die Traditionen und die Kultur und Geschichte des Territoriums des Naturparks mit den Schwerpunkten Erster Weltkrieg, Anfänge des Bergsports und die Entwicklung des Tourismus im Hochpustertal (www.provinz.bz.it/natura-territorio/temi/parchi-naturali.asp) näher gebracht.

Freilichtmuseen im wahrsten Sinne des Wortes sind die Laufgräben, die Schützengräben und die Tunnels aus dem Ersten Weltkrieg, ebenso wie die steinernen Schutzwälle, die zum Schutz vor Feindbeschuss und zur Umgehung der feindlichen Stellungen gebaut wurden. Viele dieser historischen Stätten wurden Besuchern wieder zugänglich gemacht, um Klein und Groß die Ereignisse der damaligen Zeit näher zu bringen. Besonders beeindruckend sind die Freilichtmuseen Cinque Torri, Hexenstein und Festungswerk Tre Sassi im Gebiet zwischen den Pässen Falzarego und Valparola, auf der Hochebene Piani di Lavaredo, auf dem Monte Piana oberhalb des Misurinasees und an der Sextner Rotwand/Hohe Gaisl in Sexten im Pustertal. Spektakulär sind die Tunnel des Lagazuoi, die vollständig  in den Stein gehauen wurden und vom Gipfel steil über eine mehr als drei Kilometer lange Strecke bis zur “Cengia Martini” abfallen; heute verläuft hier ein gut gesicherter und eindrucksvoller Steig.

Wanderwege und Exkursionen

Der Höhenweg

Die Nördlichen Dolomiten sind eine faszinierende Berggruppe, deren atemberaubende Panoramen und einzigartige Naturlandschaften weltweit berühmt sind. Durch das Gebiet verlaufen vier von insgesamt acht Dolomiten-Höhenwegen:

der Höhenweg Nr. 1 vom Pragser Wildsee nach Belluno

der Höhenweg Nr. 3 von Toblach oder Niederdorf nach Longarone

der Höhenweg Nr. 4 von Innichen im Pustertal nach Pieve di Cadore

der Höhenweg Nr. 5 von Sexten im Pustertal nach Pieve di Cadore

Es folgt die Beschreibung zweier Wanderrouten, deren landschaftliche Schönheit weltweit bekannt ist und die für jeden geeignet sind.

Die Umrundung der Drei Zinnen

Die Umrundung der drei Zinnen gehört zu den klassischen Wanderungen der Dolomiten. Im Sommer ist die Route aufgrund ihres geringen Schwierigkeitsgrades stark besucht, die Stille des Hochgebirges könnte in dieser Zeit am ehesten durch Wandergruppen und Ausflügler unterbrochen werden, was dem wunderschönen Landschaftserlebnis auf der zirka dreistündigen Wanderung aber keinen Abbruch tut.  

Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Auronzo-Hütte, die man entweder zu Fuß von Misurina aus oder mit dem Auto auf einer gebührenpflichtigen Straße erreichen kann. Von hier folgt man der breiten und fast ebenen Schotterstraße und erreicht ungefähr 20 Minuten nach der charakteristischen Maria-Hilf-Kirche die Lavaredohütte. Nun kann man zwischen dem direkten, aber steilen Weg zum Paternsattel (Forcella Lavaredo) oder der deutlich weniger beschwerlichen Wanderung auf der Schotterstraße wählen. Die Aussicht ist wunderschön und gibt den Blick frei auf die Drei Zinnen, den Zwölferkofel,  das d`Ansiei-Tal, den Misurinasee und die Cadini di Misurina. Beim Paternsattel geht die Schotterstraße ein Stück bergab, bevor man dann den Weg auf der rechten Seite in Richtung Dreizinnenhütte einschlägt. Dieses Wegstück bietet einen einmaligen Blick auf die Drei Zinnen und wird von Profi- und Hobbyfotografen gern genutzt, um die Drei Zinnen abzulichten. Vor einem letzten kurzen Anstieg in Richtung Hütte kommt man an einer während des Ersten Weltkriegs in den Stein geschlagenen Höhle vorbei; auch in diesem Gebiet gibt es noch viele Zeugnisse des Krieges. Von der Dreizinnenhütte aus geht es nun hinab in das Tal am Fuß der Drei Zinnen, um diese herum und wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der Abstieg ist zwar steil, aber mit etwas Vorsicht doch mühelos zu schaffen; an Tagen mit weniger Andrang trifft man mit etwas Glück auf Murmeltiere oder andere Tiere. Im Tal angekommen, geht es dann wieder bergauf in Richtung Col Forcellina, anschließend zur Alm Malga Longa und von dort aus über Almwiesen an den kleinen Zinnenseen vorbei; nach der Querung eines Geröllfeldes kommt man zum Zinnenkuppenpass (Forcella di Mezzo). An der Abzweigung biegt man links ab und kehrt wieder zur Auronzohütte zurück.

Der Zauber der Fanes: von der Faneshütte (Capanna Alpina) bis zur Schutzhütte Pederü

Die Faneshütte erreicht man nach einer Fahrt von 3 km auf der Valparolapassstraße mit dem Auto von St. Kassian aus. Von hier aus geht es auf dem Weg Nr. 11 durch einen schönen Fichtenwald weiter bis zur Wiese Plan de Furcia, hinauf zum Col de Locia und weiter über ein breites, von den Fanes-, Campestrin- und Conturinesgruppen umrahmtes Becken bis zum Tadegajoch (Ju dall`Ega). Die Aussicht ist wundervoll, der Weg unbeschwerlich und fast eben, während man die Hochebene der Fanes überquert, bis man schließlich zur Almhütte von Groß-Fanes gelangt. Nach einem letzten wenig anstrengenden Anstieg erreicht man den höchsten Punkt der Wanderung, den Limosee. Nun kehrt man zur Faneshütte zurück und dann auf dem Weg Nr. 7 zum Piciodel-See und zur Pederü-Alm.

Dolomitensagen

Die Sagen, die sich um das Reich der Fanes ranken, gehören zu den komplexesten Sagen der Dolomiten und sind der einzige Sagenkreis auf italienischem Boden, den man mit dem Sagenkreis um König Artus oder mit dem Nibelungenlied vergleichen kann. Der Journalist und Schriftsteller Karl Felix Wolff hat Anfang des vorigen Jahrhunderts die mündlich überlieferten Geschichten über die Fanes gesammelt und niedergeschrieben.

Im Naturpark Fanes-Sennes-Prags wurde ein thematischer Wanderweg mit 11 Stationen über die ladinische Sagenwelt eingerichtet. Der Weg beginnt entweder beim Besucherzentrum oder in der Örtlichkeit Al Bagn bei Sankt Vigil.

Die Geschichte der Fanes ist sehr komplex, weshalb wir uns hier auf eine kurze Zusammenfassung beschränken müssen: um jedes Detail der Geschichte zu genießen und um die sagenhafte Atmosphäre dieser Berge, die sich in diesen Geschichten widerspiegelt, zu erfassen, sollte man sich die ungekürzte Originalausgabe des Werkes besorgen.

Das Volk der Fanes ist mit den Murmeltieren verbündet. Als sich dessen Königin mit einem fremdstämmigen König vermählt, verschweigt sie dem ehrgeizigen Ehegatten das Bündnis mit den Murmeltieren. Der neue König der Fanes schließt nun ein zweites Bündnis mit dem Adler. Dem königlichen Paar werden zwei Zwillinge geboren: Dolasilla und Lujanta. Die Königin übergibt Lujanta ohne das Wissen ihres Mannes als Pfand den Murmeltieren, um den geheimen Pakt zu besiegeln. Die Tiere schicken ihr im Gegenzug dazu eines ihrer Jungen. Auch der König möchte seine Töchter dem Adler übergeben: er vertraut sie einem Diener an, auf dass dieser den Tausch mit dem Adler auf dem Gipfel des Berges Nuvolau abschließt. Im Einvernehmen mit der Königin übergibt der Diener dem Greifvogel jedoch nur ein Bündel mit dem Murmeltierjungen. Der Diener wird auf dem Rückweg vom Zauberer Spina de Mul überfallen, der im Sinn hat, die Prinzessin zu rauben. Der junge Prinz Ey de Net kann jedoch eingreifen und das Schlimmste verhindern.

Als Dolasilla volljährig wird, entscheidet der ehrgeizige König, sich auf die Suche nach dem Schatz des Silbersees zu machen und seine Tochter auf die Reise mitzunehmen. Während der Suche nach dem Schatz erhält Dolasilla von einigen Zwergen ein Pulver, durch das der Schatz gehoben werden kann, und eine Hermelin-Stola, die sie zu einem Panzer umarbeiten lässt, der sie unbesiegbar macht.

Zusammen mit dem Schatz findet Dolasilla auch Pfeile, die nie ihr Ziel verfehlen, und wird zu einer großen Kriegerin. Wie in allen Dingen, die mit Zauberei zu tun haben, gibt es jedoch auch hier einen Haken: die Prinzessin darf nicht in den Kampf ziehen, wenn sich der Pelz verfärbt.

Von diesem Tag an wird Dolasilla eine unbezwingbare Kriegerin; sie führt das Heer der Fanes von einem Sieg zum anderen und ermöglicht es so ihrem Vater, sein Reich auf Kosten der Nachbarvölker immer weiter zu erweitern. Der Zauberer Spina de Mul versucht jedoch, die benachbarten Völker zu einem Aufstand gegen das Reich der Fanes aufzuwiegeln und bittet Ey de Net, Dolasilla in einem entscheidenden Moment der Schlacht abzulenken, um sie vom Schlachtfeld zu entfernen. Als es während der Schlacht zu einem Moment der Verwirrung kommt, bricht der Zauberer das dem Krieger gegebene Versprechen, der Prinzessin kein Leid zu zufügen, und verletzt Dolasilla. Um sie zu beschützen, bittet Ey de Net die Zwerge des Latemar, für ihn einen schweren Schild zu bauen, den nur er führen kann. Auch der König der Fanes bittet die Zwerge um einen Schild, um Dolasilla vor den verzauberten Waffen zu schützen. Die Zwerge irren sich aber und bauen nur einen Schild, der so schwer ist, dass ihn niemand heben kann, und bringen ihn zum Königsschloss der Fanes. Der König schickt nun seine Soldaten und Untertanen aus, um jemanden zu finden, der den Schild heben kann, um damit die Prinzessin im Kampf zu schützen; Ey de Net tritt vor und gewinnt die Wette.

Die Eroberungszüge der Fanes gehen nun weiter: Dolasilla und Ey de Net stehen immer im Mittelpunkt des Kampfgeschehen. Schließlich verlieben sie sich ineinander, was der König nicht mit gutem Auge sieht, da er befürchtet, dass Dolasilla nicht mehr kämpfen würde. Ey de Net wird von ihm des Reiches verwiesen. Aus Protest weigert sich Dolasilla, weiterhin für ihren Vater zu kämpfen, und so beschließt der machtgierige König, sein Reich und seine Untertanen klammheimlich an die Feinde zu verkaufen und sich auf dem Lagazuoi zu verstecken, um dort auf die Niederlage der Fanes und auf seine Belohnung zu warten. Dolasilla entscheidet sich ein letztes Mal zum Kampf, um ihr Volk zu retten, wird aber von ihrem Feind Spina de Mul getäuscht und gibt ihm aus Versehen einige ihrer Pfeile.

Am Tag der Entscheidungsschlacht verfärbt sich der Hermelinpanzer. Dolasilla erinnert sich zwar an die Warnung der Zwerge, verzichtet aber nicht auf den Kampf und wird schließlich von ihren eigenen Pfeilen tödlich getroffen. Ihr Geliebter Ey de Net schafft es nicht mehr, ihr rechtzeitig zu Hilfe zu kommen.

Das Reich der Fanes ist verloren. Der Sieger Spina de Mul begibt sich nun so schnell wie möglich auf den Lagazuoi und verwandelt den verräterischen König in Stein. Der Felsen, der einst ein zu ehrgeiziger Mann war, steht immer noch auf dem Falzarego-Pass am Fuße des Bergmassivs; vielleicht hat er seinen ladinischen Namen gerade deshalb, da die Bezeichnung fàlza rego wirklich „falscher König“ bedeutet.

In Fanes zieht sich das Heer zurück; die Königin bittet ihre Verbündeten, die Murmeltiere, wenn schon nicht ihre Tochter, dann wenigstens ihr Volk vor dem Untergang zu retten. Prinzessin Lujanta, die als Kleinkind zu den Murmeltieren gebracht worden war, kehrt nun in das Dorf zurück und führt die Überlebenden in das Reich der Murmeltiere.

Die Bevölkerung ist nun in Sicherheit, aber das Reich der Fanes ist zerstört. Die Bewohner von Fanes leben immer noch im unterirdischen Reich der Murmeltiere in Erwartung auf die verheißene Zeit, in der wieder Frieden und Wohlstand im Reich der Fanes herrschen wird. Man erzählt sich, dass Lujanta und ihre Mutter auch heute noch einmal im Jahr auf einem Boot auf dem Pragser Wildsee erscheinen; irgendwo am Seegrund, so sagt die Legende, befindet sich eine der Pforten zum letzten Zufluchtsort der Fanes.

X
Questo sito usa i cookie per offrirti la migliore esperienza possibile. Procedendo con la navigazione sul sito, accetti implicitamente l'utilizzo dei cookie sul tuo dispositivo.
Informativa sull'utilizzo dei cookie Accetto