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Die neun Dolomiten-Teilgebiete | Puez-Geisler

Beschreibung

Das Puez-Geisler Bergsystem befindet sich in der Provinz Bozen, erstreckt sich über eine Fläche von 7.930 Hektar und liegt zur Gänze innerhalb der Grenzen des Naturparks Puez-Geisler, die von drei wunderschönen Tälern gebildet werden: im Norden das Villnößtal, im Osten das Gadertal und im Süden das Grödental.

Der nördliche Teil des Systems wird von zwei beeindruckenden Bergmassiven beherrscht: die Aferer Geisler und die Geisler-Gruppe. Die südliche Seite hingegen wird auf rund 2.500 Meter Höhe von einer ausgedehnten Hochebene abgeschlossen. Über diese charakteristische alpine Landschaft mit Almen und Seen erheben sich der Puezkofel (2725 m) und der seltsame Hügel Col de la Sonè (2.634 m). Der höchste Gipfel der Aferer Geisler ist der Peitlerkofel (2.875 m), während in den Geisler-Gruppe der Sass Rigais mit seinen 3.025 m Höhe eindeutig dominiert.

Schutzgebiete

Der Naturpark Puez-Geisler wurde im Jahr 1978 ausgewiesen, 1999 erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von 10.196 Hektar; er wird oft aufgrund seiner geologischen Bedeutung als Geschichtsbuch der Erde bezeichnet. Geologen finden hier sämtliche für die Dolomiten typischen Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen vor. Außergewöhnlich ist auch die landschaftliche Vielfalt: Verkarstete Hochflächen und Almwiesen, hohe Gipfel und steile Wände wechseln sich ab mit tiefen Schluchten und grünen Wäldern. 

Die Vegetation im Naturpark Puez-Geisler weist typische Hochgebirgsarten auf wie Fichte, Lärche, Zirben sowie zahlreiche Blumenarten wie Krokus, Alpenrose, Frauenschuh, Türkenbund- und Feuerlilie, Alpenmohn und Edelweiß.

Auch die Tierwelt ist typisch alpin: Gamswild, Rehe, Hirsche und Murmeltiere. Interessant sind auch die Vogelarten, die im Naturpark vorkommen: Uhu, Auerhahn, Birkhuhn und viele andere oft seltene Arten (www.provincia.bz.it/natura-territorio/temi/parchi-naturali.asp).

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Geologie

Alpine Inseln in der Urzeit-Tiefsee

Im Naturpark Puez-Geisler zeigt sich mit wenigen Ausnahmen die komplette stratigraphische, gut erhaltene und wenig verformte Abfolge der Dolomiten vom Perm bis zur Kreidezeit: 200 Millionen Jahre Erdgeschichte. 

Der nördliche Sektor wird von einer Reihe dolomitischer Gebirgsmassive dominiert (Peitlerkofel und Sas Rigais), während der südliche Teil (Gardenaccia) von karsischen Hochebenen mit eigentümlichen konischen Erhebungen wie dem Col de la Soné charakterisiert ist. In der Umgebung des Würzjoches und im Annatal gibt es Gesteinsaufschlüsse, deren älteste Schichten aus der Zeit des wüstenartigen Flachlandes im Perm stammen und in deren jüngeren Schichten die Ankunft des ersten dolomitischen Meeres beschrieben wird. So gibt es in diesen Schichten Gesteine, die zur Zeit des Massenaussterbens zwischen Perm und Trias entstanden sind, während man in den Schichten des Anisium-Gesteins die Rückkehr der Riffbauer und die Wiederaufnahme ihrer Riffbautätigkeiten nach dem Kataklysma des Perm-Trias-Übergangs nachverfolgen kann. Besonders die Tiefseegesteine des Anisiums und des Ladiniums, die bei Seceda an die Oberfläche treten, erscheinen von großem wissenschaftlichen Interesse; hier wurden reichhaltige Fossilienfunde gemacht, die eine sehr präzise Datierung ermöglichten.

Was dieses Gebiet auch so besonders macht, sind die einzigartigen Zeugnisse aus jener Zeit, als hier tropische Atolle und Riffe das Landschaftsbild prägten. Die Inseln sind auch heute noch in ihrer ursprünglichen vollständigen Form erhalten und sehr gut erkennbar. Ebenfalls vollständig zeigen sich die geometrischen Verhältnisse zwischen den von Organismen erbauten Inseln aus Karbonatgestein und den Tiefsee-Ablagerungen, die sie umgaben (Becken). Dieser Gesteins- und Formenreichtum ist auch ausschlaggebend für eine große Vielfalt von Landschaftselementen wie der gleichmäßige Abhang der Rasciesa-Raschötz, der im Perm vom Porphyr der Etschtaler Vulkanitgruppe geformt wurde und sich gut von den hoch hinauf ragenden Gesteinen der von Riffbauern erbauten Karbonatplattformen der Geisler (Schlerndolomit), des Puez-Gardenaccia oder des Peitlerkofel (Kassiandolomit) abhebt. Am Fuß dieser senkrechten Wände der Dolomiten liegen die Sedimentationsablagerungen der ehemaligen Tiefsee (Buchenstein-, Wengen- und St. Kassian-Formationen) mit ihren weichen und welligen Formen. Auf den Hochebenen des Gardenaccia trifft man auf Hügel aus weichem, dunklen Gestein, die zu den jüngsten Gesteinsformationen der Dolomiten zählen, aus der Kreidezeit stammen und deshalb noch reich an seltsam geformten Ammoniten sind. 

Von diesen Orten aus hat man sehr interessante Ausblicke auf die paläogeographische Verteilung von Teilen des dolomitischen Trias-Archipels; letzteres ist gut in der heutigen Landschaft eingefügt. So sieht man von der Puez-Geisler-Insel aus die Grödner- und Sella-Pässe, ehemalige Meeresarme, den Langkofel und die Sellaspitze, weitere Inseln des triassischen Archipels.

Geomorphologie

Im Zentrum dieses Systems liegen zwei ausgedehnte Hochflächen (Gherdenacia und Puez), die von einigen der sinnbildlichsten Gipfeln und Bergkämmen (Sassongher, Peitlerkofel und Sass Rigais) eingeschlossen werden, deren Umrisse in starkem Kontrast zu den umgebenden, sanft gewellten Landschaften stehen. Der geomorphologische Aufbau entspricht jenem eines fossilen Atolls aus dem Ladinium-Karn, das durch die fast vollständige Erosion der weichen Beckensedimente, die es seitlich bedeckten, wieder freigelegt wurde.

Ein bemerkenswertes Beispiel auf kleinem Raum für die Schichtfolgen im Gebiet ist der entfernt an eine Pyramide erinnernde Col de La Sonè, der letzte Rest der weichen und verschiedenfarbigen Puezmergel, die ursprünglich das gesamte, karge und aus zäheren Kalken und Dolomit aufgebaute Hochplateau der Gherdenacia bedeckten.

Ein System subvertikaler, in Nordost-Südwest-Richtung ausgerichteter Verwerfungen bestimmt die Anordnung der wichtigsten Täler, die das Welterbe- System durchziehen (Langental, Villnößtal). Auch die Ausrichtung der wichtigsten Steilwände, die die Hochflächen von Puez-Gherdenacia begrenzen, und die Geometrien der prismenförmigen Felstürme und der Felsnadeln des Peitlerkofels und des Sass Rigais folgen dem Verlauf des in Nordost-Südwest- und Nordwest-Südost-Richtung ausgerichteten Netz tektonischer Bruchlinien, die das Bergmassiv durchziehen. Das Vorkommen glazialer Strukturen beschränkt sich auf kleine Hängetrogtäler (Roatal, Chedultal, Lietrestal, Edelweisstal) mit späteiszeitlichen Moränenablagerungen und kleinen Karseen; die wichtigsten Moränenablagerungen findet man im Villnößtal und in Richtung Kampill.

Sehr auffällig sind auch die durch Frost-Tau-Wechsel erzeugten Phänomene und Landschaftselemente: ausgedehnte Geröllhalden und regelmäßig geformte Schuttkegel säumen den Fuß der wichtigsten Bergflanken und von ihnen gehen immer wieder Schuttströme (debris flow) ab. Immer wieder kommt es auch zu meist kleineren Felsstürzen von den vertikalen Felswänden (Cir-Piz Sompluf 2006), während langsamere und flächenmäßig größere Schuttströme vor allem dort auftreten, wo die tonigen Beckengesteine an die Oberfläche treten (Seceda). Bemerkenswert sind die Felssturzereignisse am Grödner Joch, die die mächtigen Bänke des Cassianer Dolomits und die darunterliegenden, verformbaren Schichten der Sankt-Cassian- und der Wengen-Formation miteinbeziehen.

Dolomiti Project

Museen zwischen Natur und Kultur

Wer das Bergsystem Puez-Geisler genauer kennenlernen will, sollte sich für den Besuch eines Museums oder einer anderen Informationseinrichtung im Gebiet Zeit nehmen; beide bieten dem Besucher wertvolle Einblicke in Zeit und Raum und weisen auf die besonderen geologischen und landschaftlichen Schwerpunkte in diesem Teil der UNESCO-Dolomiten hin.

Das Museum Ladin Ćiastel de Tor in St. Martin in Thurn im Gadertal beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Dolomitenladiner. Es befindet sich in einem Schloss aus dem 13. Jahrhundert und verbindet Tradition und Moderne. Geschichte, Sprache, Gebräuche und Traditionen der Ladiner werden durch historisch wertvolle Fundstücke und Multimediainstallationen dem Besucher näher gebracht und geben wertvolle Einblick in die ladinische Kultur (www.museumladin.it).

Das Museum Gherdëina befindet sich im Ortszentrum von St. Ulrich und widmet sich vor allem der Geschichte und der Kultur des Grödentals. Die verschiedenen Abteilungen des Museum befassen sich mit dem lokalen Kunsthandwerk, darunter auch die traditionellen Holzschnitzfiguren, mit alten Spielzeugen, aber auch mit der Filmographie und dem Nachlass von Luis Trenker. Gleichzeitig handelt es sich auch um die größte naturwissenschaftliche Sammlung des Westlichen Dolomitenraums in Südtirol mit Abteilungen für Paläontologie, Mineralogie, alpiner Fauna und Flora und bedeutenden archäologischen Fundobjekten aus dem Grödner Raum (www.museumgherdeina.it).

In Teis im Villnößtal befindet sich hingegen das Mineralienmuseum. Die Mineralien wurden im Verlauf von Jahrzehnten von Paul Fischnaller auf seinen Wanderungen durch Südtirol und andere Alpenregionen gesammelt (www.mineralienmuseum-teis.it).

In Villnöß steht auch das Naturparkhaus Puez-Geisler, das sich eingehend und auf innovative Weise mit sämtlichen Themen aus Landschaft und Natur auseinandersetzt. Hier kann man die Wunder der Dolomiten wahrhaftig “mit allen Sinnen erfassen” (www.provincia.bz.it/natura-territorio/temi/parchi-naturali.asp).

Wanderwege und Exkursionen

Der Höhenweg

Eine Wanderung durch die Dolomiten ist ein einmaliges Erlebnis und vermittelt einen vollständigen Einblick in die Gesteinswelt dieser Berge und ihre Geschichte. Durch den Naturpark Puez-Geisler verläuft der Dolomiten-Höhenweg Nr. 2, auch “Höhenweg der Legenden” genannt, er führt von Brixen über die Geislerspitze bis nach Feltre.

Rundweg Zanser Alm

Von St. Magdalena im Villnößtal aus führt eine Straße zum Zanser Parkplatz, dem Ausgangspunkt für die vorgeschlagene Wanderung. Dort folgt man dem Waldweg Nr. 32 bis zum Kiosk, dann geht es weiter auf dem Wanderweg Nr. 33 bis zur Gampenalm. Nachdem man auf den Höhenweg Nr. 3 abgebogen ist, der die Peitlerscharte mit der Puezgruppe verbindet, wandert man zur Schlüterhütte und dann weiter zum Kreuzkofeljoch. Nachdem man den höchsten Punkt der Wanderung, den Kamm des Juàc (2421 m), erreicht hat, steigt man hinab zur Medalgesalm und dann weiter zum Kreuzjoch und zur Tschantschenon-Almhütte. An der Abzweigung der Forststraße Zanser Alm-Gampenalm steigt man auf der orographisch linken Talseite durch Wald und Wiesen den Adolf-Munkel-Weg hinauf, den man jedoch bereits bei der Abzweigung zur Glatschalm wieder verlässt, um von dort über einen rasch abfallenden Steig nach Zans zurückzukehren.

Rundweg St. Ulrich

Der Rundweg beginnt in St. Ulrich, von wo aus man mit der Seilbahn zur Bergstation Seceda fährt. Dort angekommen, erreicht man bequem den höchsten Punkt dieser Wanderung, die Seceda Alm, um dann auf  dem Wanderweg Nr.1 weiter zu wandern. Zuvor sollte man sich aber die Zeit nehmen, um das atemberaubende Panorama zu genießen: der Blick reicht vom Alpenhauptkamm bis hin zu den südlichsten Dolomiten und bis zur Tofana-Gruppe. Weiter geht es am Fuße der Geislerspitzen entlang zuerst zur Troierhütte (2280 m) und dann zum Iman-See. Anschließend erreicht man über die Cisles-Alm die Regensburger Hütte; weiter geht es auf dem Weg Nr. 4 zum Col Raiser (2125 m) und zur gleichnamigen Col Raiser Hütte. Über die Gamsbluthütte und durch den „Bosch de Frëines” kommet man dann nach St. Jakob und zurück nach St. Ulrich.

Dolomitensagen

Das schroffe und erhabene Profil der Dolomiten, ihre ausgedehnten Wälder und zwischen Tälern, Flüssen und Hochebenen verstreuten Ortschaften scheinen aus einem Märchenbuch mit Rittern und edlen Damen, Hexenmeistern und Waldgeistern zu stammen. Zahlreiche Sagen sind im Schatten dieser Berge entstanden, einige aus religiösen Gefühlen heraus, andere durch natürliche Phänomene inspiriert und von den Liedern und Geschichten der Bänkelsänger beeinflusst. Auch im Puez-Geisler-Gebiet mit seinen drei Tälern Gadertal, Grödnertal und Villnößtal leben der Überlieferung nach phantastische Gestalten. Wir stellen hier die Sage “Dòna Dindía (Der grüne Spiegel)” vor. Sie stammt ebenfalls aus der Sammlung “Dolomitensagen” von Karl Felix Wolff (Athesia-Verlag).

Dòna Dindía (Der grüne Spiegel)

In einem Schloss an der Verbindungsstraße zwischen dem Gadertal und dem venetischen Buchenstein wohnte vor langer Zeit eine junge Prinzessin. Viele junge Männer wollten die Hand der letzten Nachfahrin der adeligen und reichen Familie gewinnen, doch das Mädchen besaß einen Zauberspiegel, den sie von einem Salvàn erhalten hatte. In diesem Spiegel konnte sie die geheimsten Gedanken eines jedes Mannes lesen und die Anwärter nicht nur aufgrund ihrer Worte beurteilen, sondern auch aufgrund ihrer Gedanken, so ihr wirkliches Wesen erkennen und sie fortjagen.

Eines Tages kam ein junger Sänger auf das Schloss, siegte in einem Turnier über die anderen Ritter, und als er sang, waren alle verzaubert und die junge Prinzessin verliebte sich in ihn. Er wurde der Spiegelprobe unterzogen und bestand sie eindeutig. Die beiden verlobten sich. Auf Anraten der Mutter  bat der junge Mann das Mädchen, den Spiegel zu zerstören, doch sie weigerte sich empört. Um ihr Vertrauen und ihre Zuneigung wieder zurückzugewinnen, versuchte der Sänger das Unmögliche: Er würde die Rayéta finden, das herrlichste Schmuckstück der Welt, das  irgendwo auf dem Berge Gardenázza verborgen lag. Ihm half eine Cristàna, eine jener wilden Frauen, die damals in diesen Bergen hausten. Er erreichte das Schloss von Dòna Díndia, wo sich die Rayéta befand. Das Schloss selbst wurde von einem Drachen bewacht, der aber bei seiner Ankunft keine Miene verzog.

Die Burgherrin Dòna Díndia lud ihn ein, auf dem Schloss zu bleiben, solange es ihm gefiele. Er erzählte ihr den Grund seines Besuches und erfuhr, dass er mit dem Drachen kämpfen musste, um die Rayéta zu erobern. Er wollte seine Geliebte glücklich machen und den Kampf sofort antreten, doch die Burgherrin überredete ihn, noch zu warten und im Schloss zu verweilen. Die Monate vergingen, und in der Zwischenzeit erfuhr der junge Mann das Geheimnis von Dòna Díndia. Dòna Díndia war die erste Besitzerin des Zauberspiegels gewesen, der sich jetzt in den Händen seiner Braut befand. Ein Zauberer, der von ihr zurückgewiesen worden war, hatte ihr den Spiegel zur Hochzeit geschenkt. Die Ehe war zu Beginn sehr harmonisch, wurde dann aber durch den Spiegel zerstört, da er Dòna Díndia die Liebe ihres Mannes zu einer anderen offenbarte. Vom Kummer ergriffen, floh Dòna Díndia und trieb dadurch ihren Mann in den Tod. Der Zauberer sah seine Chance gekommen und heftete sich wieder auf ihre Fersen. Schließlich traf sie mit dem Zauberer eine Vereinbarung: sollte es ein Ritter schaffen, die Rayéta zu erobern und den Drachen zu besiegen, wäre sie frei gekommen. Sollte dies jedoch innerhalb einer bestimmten Zeit nicht geschehen, wäre sie gezwungen, den Zauberer zu heiraten.

Von da an war sie Gefangene in ihrem eigenen Schloss, da ihr der Drache nicht erlaubte, vor die Tür zu treten, während er alle anderen Besucher in Ruhe ließ.

Der junge Sänger war immer mehr von der schönen und unglücklichen Burgherrin angetan und die Monate vergingen, ohne dass erseinen Plan in die Tat umsetzte. Eines Nachts träumte er von seiner Verlobten und wie sie sich um ihn sorgte, und er beschloss, gegen den Drachen zu kämpfen.

Er begegnete zuerst dem Zauberer, der ihn von seinem Vorhaben abhalten wollte, da er nicht zwei Frauen gleichzeitig dienen könnte und er bereits Dòna Díndia verfallen war. Aber der junge Bräutigam hörte nicht auf ihn, griff den Drachen an und besiegte ihn. Dadurch war Dòna Díndia endlich befreit. Dem Drachen aber gelang es mit seiner letzten Kraft, den Sänger mit einem Biss zu töten.

Als die Burgherrin den toten Sänger forttrug, kam das Mädchen aus dem Gadertal und flehte Dòna Dindìa an, ihr doch zumindest den Leichnam mitzugeben. Dòna Díndia verweigerte ihr den toten Körper und warf dem Mädchen vor, der Jüngling sei durch ihre Schuld gestorben, da sie den Zauberspiegel benutzt und etwas Unmögliches von ihm verlangt habe. Die Burgherrin kehrte sodann mit dem leblosen Körper des jungen Mannes auf ihr Schloss zurück.

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